Portrait der Bauchtänzerin Suheila: Persönliches, künstlerischer Werdegang, Vorbilder und Aktivitäten sowie Kontaktadresse


Künstlername: Suheila
Geburtsjahr:  1963
Sternzeichen: Widder Asz. Zwilling
Beruf / Tätigkeit: Tänzerin, Tanzlehrerin
Erzähl uns ein bisschen was von Dir privat... Ich bin glücklich verheiratet und habe zwei Kinder (Junge und Mädchen) im Alter von 7 und 9 Jahren. Außerdem bin ich Reikimeisterin, womit ich nicht angeben möchte, sondern nur erklären, dass Spiritualität in meinem Leben eine große Rolle spielt. Ich bin aber trotzdem ganz praktisch und bodenständig!
Was findest Du an Dir positiv? Ich bin mutig genug, eingefahrene Wege zu verlassen. Das hält lebendig.
Und was magst Du nicht an Dir? Ich bin oft ungeduldig.
Worüber kannst Du Dich aufregen? Über Leute, die dauernd nörgeln und nie zufrieden sind.
Was bedeutet Glück für Dich, oder was macht Dich glücklich? Zu lieben: meine Familie im Besonderen und die Menschen im Allgemeinen. Zu tanzen, der Energieaustausch, der beim Auftritt stattfindet: Ich gebe Freude und bekomme Freude zurück. Letztlich ist Glück, Gott nahe zu sein. Aber das genau zu erklären, würde diesen Rahmen sprengen.

Wann und wie bist Du zum orientalischen Tanz gekommen?
Durch meine Mutter als ich Anfang 20 war. Sie war meine erste Lehrerin.

Hast Du einen Künstlernamen und wenn ja, wie bist Du dazu gekommen?
Eigentlich war es nur ein wohlklingender Phantasiename, erst viel später erfuhr ich, dass es ihn tatsächlich gibt: Im Persischen bedeutet er "Stern" und im Arabischen "weich, fließend". Passt doch, oder?

Gibt es jemanden, der Dich besonders beeinflußt hat? Oder hattest Du ein Schlüsselerlebnis, das Dich besonders geprägt hat?
Natürlich meine Mutter, die mich immer ein bißchen in Richtung Tanz geschubst hat; Shahrazad, die ein Vorbild war; und Art Reade, ein indianischer Lehrer der mir den Mut gegeben hat, mich als Tanzlehrerin selbständig zu machen.

Was bedeutet der orientalische Tanz für Dich?
Viel! Freude schenken, den Menschen etwas geben. Mich selbst ins Gleichgewicht bringen. Anerkennung bekommen. Kreativ sein können, das alles hat schon viel mit Glück zu tun.

Was sind Deine Aktivitäten in Sachen orientalischer Tanz?
Ich gebe Kurse und Workshops, veranstalte orientalische Tanzshows und tanze auf allen möglichen Festivitäten. (Nicht nur klassisch, sondern auch themenbezogen: Mittelalter- oder Geistershow)

Glaubst Du, dass der Tanz Dich in Deiner persönlichen Entwicklung beeinflusst hat?
Ja, er hat mich selbstbewußter und weiblicher gemacht.

Glaubst Du, dass orientalischer Tanz und Erotik zusammengehören?
Auf jeden Fall! Erotik ist etwas Wunderbares, für mich ist es ein Spiel mit Energien, weibliche Kraft und Lebendigkeit. Meiner Meinung nach wäre die ganze Welt gesünder, wenn Sexualität und Erotik nicht so verteufelt würden. Ich bin mir auch sicher, dass es mal Zeiten gegeben hat, wo das anders war, bevor es das Christentum und den Islam gegeben hat.

Was hältst Du von Authentizität, Phantasie und Weiterentwicklung und Kreativität im orientalischen Tanz?
Authentisch sollte man als Person sein, übrigens nicht nur im Tanz. Ich finde, was im Tanz ausgedrückt wird, sind verschiedene Anteile unserer Seele. Ich spiele keine Rolle, sondern verbinde mich im Tanz mit meinem Selbst. Das berührt dann auch (unbewußt) die Seele der Zuschauer. Sicher sollte man verschiedene Tanzstile kennen und unterscheiden können, bevor man sie mischt, so wie auch ein Maler oder Bildhauer erst verschiedene Techniken lernt, bevor er seinen eigenen Stil findet. Aber dann darf und muß man auch kreativ sein und etwas Eigenes, Neues entwickeln.

Was ist Dir in Deinem Unterricht wichtig? Was macht für Dich eine/n gute/n Lehrer/in aus?
Eine gute Lehrerin kann sich in die Lage der Schüler hinein versetzen, sie hat Geduld und Mitgefühl. Sie gibt jeder Schülerin das, was diese braucht (die einen wollen gefordert werden, die anderen brauchen Erklärungen, Spaß haben wollen alle..) Außerdem baut sie ihren Unterricht in logischen Schritten aufeinander auf, entwickelt Übungen, die die Schüler langsam an das zu Lernende heranführen. Andersherum gesagt: Die schlechteste Lehrerin ist, die, die sich einfach vor den Spiegel stellt und vortanzt, ohne zu erklären. So unterscheidet man Laien von Lehrerinnen mit Ausbildung. Eine gute Lehrerin sollte auch eine tänzerische Vorbildung (Ballettunterricht) gehabt haben. Wichtig ist aber auch das Gemeinsamkeitsgefühl unter Frauen zu stärken, sich gegenseitig unterstützen und zusammen lachen.

Was machst Du lieber - tanzen bzw. auftreten oder unterrichten?
Ich mache alles gleich gerne! Gerade das Vielseitige ist es, was ich an diesem Beruf so mag. Auch die Büroarbeit, Werbung, mach ich alles selbst, bin sozusagen ein Eine-Frau-Betrieb.

Wie steht Deine Familie zum orientalischen Tanz und zu Deinen Aktivitäten?
Meine Familie unterstützt mich sehr! Mein Mann ist stolz auf mich, schließlich war ich schon Tänzerin, als wir uns kennen lernten. Die Kinder wissen, daß sie manchmal die Mama in Ruhe lassen müssen, denn ich arbeite viel zu Hause. Manchmal beklagen sie sich, wenn ich zu viel unterwegs bin. Aber letztlich wissen alle: Nur eine glückliche Mutter/Ehefrau ist eine gute Mutter/Ehefrau!


Kontaktadresse:

SUHEILA
Petra Schröer
Tel. 02133 - 477843
mobil 0170 - 7738433

Internet: www.suheila.de
Email: suheilaschroeer@freenet.de

Fotonachweis:
Andre Elbing, Artur Kantereit, sowie privat

 

 

 

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