Portrait der Bauchtänzerin Shirina-Reé: Persönliches, künstlerischer Werdegang, Vorbilder und Aktivitäten sowie Kontaktadresse


Künstlername: Shirina-Reé
Sternzeichen: Widder
Erzähl uns ein bisschen was von Dir privat... Mit meinem Mann lebe ich in Unterfranken, in einem idyllischen kleinen Ort auf dem Lande. Ich geniesse die Natur und überrasche Ortsansässige hin und wieder mit einer qualmenden Wasserpfeife oder fremdartigen Klängen auf meiner Terrasse. Ich interessiere mich für Kunst, gute Bücher, exotische Speisen, liebe Lindt-Schokolade und Cocktails.
Was findest Du an Dir positiv? Meine Geduld, meine Offenheit für Neues und Fremdes
Und was magst Du nicht an Dir? Meine Naivität und Gutgläubigkeit
Worüber kannst Du Dich aufregen? Über vorschnell gefasste (Vor)-urteile.
Was bedeutet Glück für Dich, oder was macht Dich glücklich? Glück finde ich in einer Sache, die mit großer Intensität und viel Herzblut angegangen wird. Das kann eine überzeugende Verkäuferin sein, ein einzigartig lecker zubereitetes Gericht, ein schönes Konzert, eine Landschaft, ein Gespräch, ein hinreissender Bauchtanz...

Wann und wie bist Du zum orientalischen Tanz gekommen?
Der orientalische Tanz hat eigentlich eher immer wieder versucht zu mir zu kommen. Als ich 18 Jahre alt wurde, war er dann endgültig erfolgreich und ich belegte meinen ersten Bauchtanzkurs.

Hast Du einen Künstlernamen und wenn ja, wie bist Du dazu gekommen?
Ursprüglich war mein Künstlername Shirin. Der Klang dieses Namens gefiel mir gut, über die Bedeutung machte ich mir damals keine Gedanken. Später erfuhr ich dann, dass dieser Name so viel wie Süßigkeit bedeutet und somit prima zu mir und meiner Schokoladen-Sucht passt. Da es mittlerweile "Shirin"'s wie Sand am Meer gibt, habe ich vor einigen Jahren mein Shirin auf Shirina-Reé erweitert.

Gibt es jemanden, der Dich besonders beeinflußt hat? Oder hattest
Du ein Schlüsselerlebnis, das Dich besonders geprägt hat?

Meine große Schwester heiratete einen Orientalen. Damals war ich noch sehr jung und verschwendete keinen Gedanken an Bauchtanz. Jedoch bekam ich dadurch schon früh viel von der orientalischen Kultur und Musik mit. Viele Jahre später nahm meine Schwester an einem Bauchtanzkurs teil. Ich bewunderte was sie dort lernte und wusste: Das muß ich auch lernen!


Was bedeutet der orientalische Tanz für Dich?

Der Orientalische Tanz motiviert mich immer aufs Neue mich mit mir selbst auseinanderzusetzen, Dinge zu hinterfragen, beweglich zu bleiben, abzuschalten und auch mal die "5 gerade sein zu lassen".

Glaubst Du, dass orientalischer Tanz und Erotik zusammengehören?
Ja, natürlich. Alle Facetten des Empfindens werden durch den Orientalischen Tanz ausgedrückt, und da gehört die Erotik auch dazu.
Ausschlaggebend sind die Art und Weise, wie die Tänzerin selbst Erotik empfindet und darstellen kann und wohl auch der jeweilige Geschmack des Publikums.

Hast bzw. hattest Du ein Vorbild oder eine Person, die Du bewunderst?
Es sind eher Wesenszüge als Tanztechniken, die ich an Menschen bewundere und als Vorbild für mich und meinen eigenen tänzerischen Ausdruck ansehe. Und da muß ich auch gar nicht weit weg blicken, denn meine größten Wesens-Vorbilder befinden sich glücklicherweise in meinem engsten Familien- und Freundeskreis.

Was ist Dir im Tanz wichtig (Technik, Gefühl, Ausstrahlung), was möchtest Du mit Deinem Tanz "rüberbringen"?
Da ich versuche meine Tänze "aus dem Bauch heraus" zu tanzen, hat die Improvisation für mich einen hohen Stellenwert. Um raffinierte Musikstellen effektvoll umzusetzen baue ich allerdings auch choreographierte Teilstücke ein.
Technik und Choreographie sind sehr wichtig, stehen bei mir aber an zweiter Stelle. Vordergründig ist mir viel daran gelegen, mein Publikum an dem Glücksgefühl das Tanz und Musik in mir entstehen lassen, teilhaben zu lassen. Solche glücklichen Momente empfinde ich wie ein Verschmelzen von Musik, Publikum und mir selbst zu einer Einheit die dann gemeinsam die Facetten des Tanzes durchlebt: Lebensfreude, Erotik, Qual, Trauer, Kokettieren ... Und ich finde, dazu gehört auch das Lampenfieber! Ich hatte einmal gar kein Lampenfieber und möchte dieses Gefühl des Gelangweiltseins und der Gleichgültigkeit vor einem Auftritt eigentlich nicht mehr unbedingt erleben. Tja, und wenn das Publikum dann am Ende ähnlich geschafft ist wie ich, dann weiß ich, dass ich was "rüberbringen" konnte.
Wenig anfangen kann ich persönlich übrigens mit Stil-Mixturen (auch über den Bauchtanz hinaus). Sei es nun "verjazzter" Flamenco, Popmusik, dargeboten im Stile klassischer europäischer Musik, oder eben auch "fremde Elemente" im Orientalischen Tanz. Ich empfinde bei diesen Mixturen nicht mehr das Maß an Intensität wie beim Original. Aber wie gesagt, das ist mein ganz persönlicher Eindruck.

Was ist Dir in Deinem Unterricht wichtig? Was macht für Dich eine/n gute/n Lehrer/in aus?
Zu diesem Thema möchte ich Khalil Gibran zitieren: "Kein Mensch kann Euch irgend etwas enthüllen, außer dem, was schon in der Morgendämmerung Eures Bewußtseins schlummert."
Ein guter Lehrer weiß darum, und versteht das "Schlummernde" in seinen Schülern zu wecken, mit Geduld, Einfühlungsvermögen und Respekt.

Welchen Ratschlag würdest Du einer Schülerin oder Tänzerin, die am Beginn ihrer Laufbahn steht, mit auf den Weg geben?
Sharazad ermahnte uns mal in einem Workshop, darauf zu achten, mit was wir unsere Wahrnehmung "füttern". Schönes, edles "Futter" formt einen edlen Geist (und das bildet sich irgendwann im eignen Tanz ab), fördert die Kreativität und hebt den eigenen Leistungsanspruch. Diesen Rat versuche ich noch immer zu befolgen und gebe ihn gerne an meine Schüler weiter.
Weiterhin würde ich einer Schülerin raten, Ihren Tanz nicht unter Preis zu verkaufen, und auch dann erst aufzutreten, wenn das Niveau Ihres Tanzes der geforderten Gage gerecht ist.


Kontaktadresse:


Shirina-Reé

Brigitte Reising
Spessartstr. 2
63828 Kleinkahl

Tel. 06024/635701

Homepage: www.shirina-ree.de
Email: shirina-ree@gmx.de

Bilder: privat

 

 

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