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Wann
und wie bist Du zum orientalischen Tanz gekommen?
Vor 16 Jahren habe ich an einem WS: Türkisch tanzen, türkisch
essen mit türkischen und deutschen Frauen teilgenommen. Die
damalige Dozentin, meinte, dass ich ein richtiges Talent wäre
und ich unbedingt den OT lernen müsse, was ich ja dann auch
machte.
Hast
Du einen Künstlernamen und wenn ja, wie bist Du dazu gekommen?
Samena: Wie ich dazu kam ist ganz unspektakulär. Ich suchte
mir 3 schöne Vokale, die ich dann mit immer anderen Konsonanten
mixte. So kam ich zuerst auf Semana. Gott sei dank, habe ich
eine Woche, bevor ich dann meine ersten Visitenkarten machen
lassen wollte und allen davon erzählte erfahren, dass Semana
im spanischen Woche oder Wochen bedeutet. Also wurde noch
einmal gemixt und Samena war geboren.
Gibt
es jemanden, der Dich besonders beeinflusst hat? Oder hattest
Du ein Schlüsselerlebnis, das Dich besonders geprägt hat?
Ich denke, dass viele Lehrer dazu beigetragen haben, dass
ich meinen eigenen Tanzstil finden konnte. Vor allem Shahrazad
vermittelte mir nicht nur tänzerisches Wissen, sondern weckte
auch meine Neugier in spiritueller Hinsicht. Außerdem habe
ich viel bei den Bühnenshows in ihrem Ensemble im Hinblick
auf die Organisation, Lichttechnik und das korrekte Miteinander
der Tänzerinnen und allen anderen Beteiligten gegenüber gelernt.
Was
sind Deine Aktivitäten in Sachen orientalischer Tanz?
Momentan unterrichte ich noch mehrere Kurse und gebe WS. Ab
nächstes Jahr werde ich noch weiter auftreten, in Shows mittanzen
und mit einer Freundin an einem Projekt arbeiten, mich aber
ansonsten um meine neue Ausbildung kümmern.
Glaubst
Du, der Tanz Dich in Deiner persönlichen Entwicklung beeinflusst
hat?
Auf jeden Fall hat mich der OT beeinflusst. Ich habe durch
den Tanz mein Frausein neu definiert , habe ein anderes Verständnis
von Erotik und mein Körperbewusstsein ist intensiver geworden,
wodurch ich mehr auf meine Gesundheit achte.
Was
magst Du am orientalischen Tanz besonders?
Das Wichtigste ist für mich, dass ich keinen Tanzpartner brauche.
Ich mag am OT die weichen, fließenden Bewegungen des Schleiertanzes
genauso, wie akzentuierte, witzige Trommelsoli oder den Säbeltanz,
außerdem drehe ich für mein Leben gern.
Wie
würdest Du Deinen eigenen Tanzstil beschreiben?
Ich tanze emotional, fröhlich, gerne schnell vor und allem
fast immer improvisiert. Ich verbinde gerne Elemente aus dem
Jazzdance oder Modern Dance mit dem OT. Andererseits liebe
ich aber auch die typisch ägyptischen, weichen, weiblichen
und dezenten Tanzbewegungen.
Was
ist Dir im Tanz wichtig (Technik, Gefühl, Ausstrahlung), was
möchtest Du mit Deinem Tanz rüberbringen?
Mir ist es wichtig, dass das Publikum meine Liebe zum Tanz
spürt. Wenn ich ein Stück von diesem Glücksgefühl rüberbringen
kann, bin ich zufrieden und denke, ich habe meinen Job gut
gemacht.
Glaubst
Du, dass orientalischer Tanz und Erotik zusammengehören?
Welche Frage. Auf jeden Fall gehören die beiden zusammen.
Erotik ist doch etwas wunderbares.
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