Portrait der Bauchtänzerin Rubina: Persönliches,
künstlerischer Werdegang, Vorbilder und Aktivitäten sowie Kontaktadresse
Künstlername:
Rubina
Geburtsjahr:
1975
Sternzeichen:
Fische
Beruf
/ Tätigkeit:
Tänzerin/Tanzlehrerin/Dipl.
Sozialpädagogin
Erzähl
uns ein bisschen was von Dir privat...
Ich lebe in Hamburg mit zwei Katern
zusammen
Was
findest Du an Dir positiv?
Ich bin ein offener und umgänglicher
Mensch
Und
was magst Du nicht an Dir?
Wenn ich meinem Gefühl nicht
traue
Worüber
kannst Du Dich aufregen?
Ich rege mich selten auf
Was
bedeutet Glück für Dich, oder was macht Dich glücklich?
Wenn ich tanze bin ich immer glücklich
Wann
und wie bist Du zum orientalischen Tanz gekommen?
Ich war 1994 als Au-pair in England und eine Tanzschule hatte
Tag der offenen Tür. Dort hatte ich meine erste Bauchtanzstunde
und ich war fasziniert. Als ich wieder in Deutschland war meldete
ich mich sofort zum Unterricht an, damals gab es nur einen VHS-Kurs,
der mich schnell "satt" machte.
Erst nach dem Abi, als ich 1996 zum Studieren nach Bremen ging,
erhielt ich meine Orient-"Basis" bei A Nada. Von da aus
ging es dann 2000 nach Hamburg, wo ich ab 2002 bei Maymouna in der
Tanzoase tanzte.
Hast Du einen Künstlernamen und wenn
ja, wie bist Du dazu gekommen?
Ja, wie man sehen kann habe ich einen Künstlernamen. Ich
habe jahrelang gewartet, dass mir jemand einen Namen gibt (liest
man ja so gerne in den Tänzerinnengeschichten), aber leider
passierte das nie. Daher beschäftigte ich mich schon einige
Jahre mit verschiedenen Namen.Als ich dann 2003 verstärkt mit
öffentlicher Arbeit in der Szene begann, setzte ich mit unter
Druck mich jetzt für einen Namen zu entscheiden.
Die
Entscheidung für Rubina war nicht einfach, ich suchte etwas
individuelles, neues und überlegte was mein Hauptmerkmal sei,
damit der Name auch optisch mit mir in Verbindung gebracht werden
kann. Das sind seit min. 10 Jahren die roten Haare, also spielte
ich mit verschiedenen Namen für Rottöne. Dann noch ein
weibliches "a" an die Endung und das war es. Inzwischen
bin ich richtig mit dem Namen verwachsen und wenn ich mich als Rubina
vorstelle, dann denken viele sogar es sei mein richtiger Name, weil
er so sehr zu mir passt.
Gibt es jemanden, der Dich besonders beeinflußt
hat? Oder hattest Du ein Schlüsselerlebnis, das Dich besonders
geprägt hat?
Meine erstes großes Bauchtanzerlebnis war 1995 die Karawaneshow
mit Jalilah, Afritah und Ravena inHannover. Ich war so unglaublich
beeindruckt und fasziniert von dieser Atmosphäre. Vom tänzerischen
war ich wohl bei keiner Lehrerin lang genug, um zu sagen ich hätte
eine wirkliche Prägung von xy . Vielleicht liegt das auch daran,
dass ich immer sehr vielseitig interessiert war und neben orientalisch
auch Ballett, Jazz-/Modern, Afro, Salsa, etc.getanzt habe.
Was
bedeutet der orientalische Tanz für Dich?
Für mich bedeutet der orientalische Tanz Befreiung und
Selbstwerdung.
Gott sei Dank ist er so offen, dass ich bis jetzt all meine anderen
tänzerischen "Neigungen" integrieren kann. Ich kann
experimentieren und mich weiterentwickeln.
Was sind Deine Aktivitäten in Sachen
orientalischer Tanz?
Meine Aktivitäten im Orientalischen Tanz sind momentan noch
eher auf Hamburg beschränkt und umfassen: unterrichten, auftreten
und die Zusammenarbeit mit vielen netten KollegInnen (Nadine, Munira,
Afritah, Andrea Marra, ).
Zur Zeit befinde ich mich in der EstodaAusbildung, die mich technisch
voranbringt und die meinen Unterricht sehr bereichert, ich hoffe
ich halte durch ist echt nicht ohne.
Gibt
es eine Tanzart, eine Musikrichtung, die Du besonders magst oder
hast Du ein Lieblingsaccessoire im Tanz?
Mein Lieblingsaccessoire ist mein Kostüm. Erst wenn das Kostüm
100%ig zur Musik und zur Aussage des Tanzes passt fühle ich
mich wirklich wohl. Und ich liebe die große Abwechslung in
Bezug auf Kostüme. Und zum Kostüm gehört auch das
Make-up, die Frisur, die passenden Schuhe. Es macht mir Spaß
alles genau aufeinander abzustimmen.
Wie würdest Du Deinen eigenen Tanzstil
beschreiben?
Mein Tanzstil ist ein bunter Cocktail aus allem möglichen Tanzrichtungen:
Orient, Latin, Afro, Jazz-/Modern insofern fühle ich mich
auch ganz verschiedenen Musikstilen sehr verbunden (von Salsa bis
Jazz). Ich bin auf jeden Fall eine moderne Tänzerin, die viel
Spaß an Experimenten hat.
Tanzt Du eher choreographiert oder lieber
frei?
Ich tanze gerne Choreographien wenn ich mit einer Gruppe tanze,
dann genieße ich richtig die Power des Zusammentanzens. Da
ich aber verstärkt Soloauftritte habe, muß ich mir natürlich
Gedanken machen, wie ich die Bühne mit Leben fülle. Am
wahrscheinlichsten ist bei mir eine gesunde Mischung von Fixpunkten
(Akzente in der Musik die man ja nicht übertanzen kann) und
dann wieder freien Stellen. Daher fällt jede Show wieder anders
aus und man fällt nicht in einen starren Trott.
Was
hältst Du von Authentizität, Phantasie und Weiterentwicklung
und Kreativität im orientalischen Tanz?
Zum Thema Authentizität, Phantasie und Weiterentwicklung im
Orientalischen Tanz vertrete ich auf jeden Fall die moderne, aufgeschlossene
Seite.
Ich bewundere Tänzerinnen, die sich einem klaren und klassischem
Stil verschrieben haben.
Dafür bin ich zu hibbelig, immer auf der Suche nach etwas neuem
und unverbrauchten, ich könnte mich nicht jahrelang nur einem
Tanzstil hingeben.
Und weil jede Frau so verschieden und einzigartig ist, finde ich
es toll, dass in der Orientszene für jeden Geschmack das Richtige
dabei ist. Ich glaube nicht, dass die eigene oder die Geschichte
des Orientalischen Tanzes jemals abgeschlossen sein wird.
Wie
motivierst Du Dich, woher nimmst Du Deine Anregungen, Ideen?
Meine Motivation zum Tanz ist angeboren, ich kann gar nicht anders,
es war immer mein tiefster Wunsch zu tanzen.
Es hat allerdings einige Jahre gedauert bis der Weg geebnet war,
bis ich meine tänzerischen Ideen umsetzen konnte. Daher bin
ich noch "voll" von Tänzen oder Musikstücken,
die ich mal ver- oder vortanzen möchte.
Meistens ist die Musik ausschlaggebend. Wenn mich ein Titel nicht
berührt, dann hat es keinen Sinn Ich nehme mir aber auch Zeit,
ich lasse die Dinge gerne reifen und manchmal gehen Monate oder
Jahre ins Land, bevor diese eine erste Idee auf der Bühne landet.
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