Wann
und wie bist Du zum orientalischen Tanz gekommen?
1990 bei einem Urlaub in der Türkei. Dort wurde ein täglicher
Bauchtanzkurs als Gästeanimation im Hotel angeboten.
Hast Du einen Künstlernamen und wenn
ja, wie bist Du dazu gekommen?
Vor Jahren hat ein libanesischer Musiker begonnen, mich aus
Spass MEISSOUN zu nennen. Der Name gefiel mir, drum hab ich
ihn behalten. Mein Freund hat mir dann ein Logo dazu entworfen
und alles in Grossbuchstaben geschrieben - da bin ich dann auch
gleich dabei geblieben.
Gibt es jemanden, der Dich besonders
beeinflusst hat? Oder hattest Du ein Schlüsselerlebnis, das
Dich besonders geprägt hat? Natürlich mal meine erste Lehrerin,
Viola Layali Römer, bei der ich 5 Jahre gelernt habe. Ein prägender
Moment war in einem Workshop von Nelly Mazloum, wie sie sich
mit stolz geschwellter Brust vor uns stellte und uns entgegenrief:
"You are WOMEN!" Stolz drauf, eine Frau zu sein!
Was
sind Deine Aktivitäten in Sachen orientalischer Tanz?
Vor allem Auftritte zu allen möglichen Anlässen - ich liebe
es, durch meine Engagements an viele verschiedene Orte zu kommen
und in verschiedenen Kreisen verkehren zu können. Ausserdem
gebe ich gerne Privatstunden und Workshops. Da ich auch recht
intensiv Indischen Tanz lerne, hab ich keine Zeit, um regelmässige
Klassen zu unterrichten (und ich scheue den damit verbundenen
Papierkram).
Hast Du ein Lieblings-Accessoire im Tanz?
Ich liebe den Tanz mit dem Schleier. Man kann so viele verschiedene
Stimmung damit zaubern. Von der geheimnisvollen Verhüllung bis
zum "malen" von Figuren in der Luft.
Wie würdest Du Deinen eigenen Tanzstil
beschreiben?
Sehr weiblich, rund, manchmal kokett und zwischendurch auch
mit einer Prise Humor.
Was
hältst Du von Authentizität und Phantasie, von Tradition und
Weiterentwicklung im oriental. Tanz?
Ich denke, es ist alles wichtig. Man muss eine solide Basis
haben und die Ursprünge, den "authentischen" Stil
kennen. Dann kann man dabei bleiben oder eben auch eigenes weiterentwickeln.
Ich finde es nicht gut, einen Tanzstil "einfrieren"
zu wollen - vor allem wenn er sich ja in den Ursprungsländern
auch weiterentwickelt. Gut gemachte Phantasietänze sehe ich
gerne. Und ich beschäftige mich seit einiger Zeit auch
selber mit Tribal Style Dance.
Tanzt Du eher choreographiert oder lieber frei?
Durch meine lange Erfahrung in verschiedenen Restaurants kann
ich sehr gut improvisieren. Ich lasse mich gerne in die Musik
fallen und von ihr tragen. Für die Bühne choreographiere ich
schon mal. Aber niemals Trommelsoli, das muss fliessen - da
kann ich richtig extatisch werden! Das geht mit einer Choreografie
nicht.
Dein Motto?
Wissen ist Macht. Ich recherchiere gerne und ausführlich, wenn
mich ein bestimmtes Thema interessiert.
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