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Wann
und wie bist Du zum orientalischen Tanz gekommen?
Irgendwann Anfang der 80`iger Jahre sah ich einen Bericht über
Bauchtanzkurse im Fernsehen. Dünne, dicke, alte und junge Frauen
wiegten ihre Hüften zu orientalischen Klängen. Ich war
begeistert, endlich mal ein Tanz zu dem man keine Modell-Figur brauchte
sondern im Gegenteil, eine
gewisse Körperfülle eher von Vorteil war. Es brauchte
aber noch 1-2 Jahre bis ich 1985 einen Bauchtanzkurs bei der Volkshochschule
belegen konnte. Seither bin ich infiziert und werde so lange ich
kann tanzen, tanzen, tanzen...
Hast Du einen Künstlernamen und wenn
ja, wie bist du dazu gekommen?
Mein Künstlername ist "Manal". Er ähnelt meinem
Namen und ist leicht zu merken. So ein Künstlername wirkt einfach
besser auf Prospekten,
Plakaten ect.
Gibt es jemanden, der Dich besonders beeinflußt
hat? Oder hattest Du ein Schlüsselerlebnis, das Dich besonders
geprägt hat?
Seit ich mich mit dem O.T. beschäftige, haben viele Lehrerinnen
und Lehrer meinen Tanzstil geprägt. Den größten
Einfluß hatte jedoch Salome aus Berlin auf mich. Durch ihren
Unterricht ist meine persönliche Kreativität gewachsen,
was meinen eigenen Unterricht wesentlich verbessert hat.
Was
sind Deine Aktivitäten in Sachen orientalischer Tanz?
Ich werde zu allen möglichen Anlässen engagiert. Private
Feiern, Auftritte in Restaurants und bei Kulturveranstaltungen gehören
dazu.
Am meisten jedoch genieße ich die gemeinsamen Auftritte mit
meiner Truppe. Neben den wöchentlichen Unterrichtsstunden gebe
ich auch Workshops und Einzelunterricht. Die Arbeit für den
Verein (Die Harzhexen) liegt mir besonders am Herzen. Nach 10 Jahren
verbindet uns nicht nur das Tanzen.
Was bedeutet der orientalische Tanz für
Dich?
Pure Lebensfreude! Raus aus dem Alltag. Ausleben der eigenen Persönlichkeit
genauso wie hineinschlüpfen in eine andere (Kostüm) Haut.
Hast Du ein Lieblingsaccessoire im Tanz?
Der Schleier ist mein absoluter Favorit dicht gefolgt vom Säbel.
Beides hat für mich irgendwie einen mystischen Touch. Der Schleier
ist verspielt, feenhaft während mit dem Säbel das Böse,
Gefährliche ausgedrückt wird.
Was
hältst Du von Authentizität und Phantasie, von Tradition
und Weiterentwicklung im O.T.?
Der O.T. braucht Beides. Tradition ist genauso wichtig wie Innovation.
Unser Tanz würde doch langweilig werden, käme durch Weiterentwicklung
nicht ständig Neues hinzu! Ich denke es gibt genug Tänzerinnen,
die sich den authentischen, traditionellen Tänzen mit Begeisterung
widmen. Andere wiederum lieben es der Phantasie freien Lauf zu lassen.
Das Publikum entscheidet schließlich, denn gut ist was gefällt!
Tanzt Du eher choreographiert oder lieber
frei?
Choreographien sind nötig, um auf der Bühne zu bestehen.
Allerdings kann ich mich besser beim Frei-Tanz ausdrücken.
Ein Mischmasch aus Beidem finde ich persönlich ideal.
Dein Motto?
Leben und Leben lassen!!!
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