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Wann
und wie bist Du zum orientalischen Tanz gekommen?
Ich tanze seit ich 11 Jahre alt bin, entdeckte 1989 den modernen
Ausdruckstanz und fand 1993 über die Musik, die ich in Alexandria
kennen und lieben lernte, v.a. die von Oum Kalthoum, Abdel Halim
Hafez und Farid El Atrache, zum ägyptischen Tanz mit all seinen
Facetten.
Hast Du einen Künstlernamen?
Mein richtiger Name klingt so schon ganz prima.
Gibt es jemanden, der oder die Dich besonders
beeinflusst hat?
Ich hatte hier verschiedene Lehrerinnen und bundesweit Workshops
gemacht - aber den größten Einfluss hatte sicher meine
erste Lehrerin Ute Wikenhauser, die hier im Saarland die Wegbereiterin
für den OT war. Unter vielen anderen schätze ich Leyla
Jouvana und Zarefah sehr.
Was sind Deine Aktivitäten in Sachen
orientalischer Tanz?
Ich unterrichte (für mein Leben gern), trete auf, baue
derzeit eine neue Auftrittsgruppe auf und organisiere kleinere Veranstaltungen.
Was
bedeutet der orientalische Tanz für Dich?
Tanz bedeutet für mich Lebendigkeit, Freude an der Musik,
am Zusammensein mit anderen Frauen und Lust am eigenen Körper.
Gibt es eine Tanzart, eine Musikrichtung,
die Du besonders magst?
Ich liebe die klassische ägyptische Musik und finde mich
besonders im gefühlvollen Tanz, ich liebe den Baladi und finde
mich im koketten Ausdruck, ich liebe jedoch auch total den Stocktanz
und finde mich im erdigen Tanz voller Kraft.
Denkst Du, dass es im orientalischen Tanz
neben der Technik und dem Gefühl
noch weitere Ebenen gibt?
Der Tanz - als eines der ältesten Ausdrucksmittel der Menschheitsgeschichte
- hat auch eine spirituelle Ebene. Ich spüre die Verbindung
zwischen erotischer und spiritueller Energie.
Was
hältst Du von Authentizität und Phantasie, von Tradition
und Weiterentwicklung im o. T.?
So viel Authentizität wie möglich und so viel Entwicklung
wie nötig - da jede Frau sich im Tanz individuell verwirklicht.
Ohne Entwicklung würde jede Tanzrichtung, jede Kunstform stagnieren
und sterben! Den Raqs Sharki gibt es mittlerweile weltweit (selbst
in Japan), und alle Frauen können zu seiner Entwicklung beitragen
- immer mit Respekt für Traditionen und natürlich für
die "Meisterin des Tanzes": die Musik.
Was ist Dir in Deinem Unterricht wichtig,
was macht für Dich eine gute Lehrerin aus?
Wichtig finde ich: die Vermittlung einer gesunden Haltung und
exakter Bewegungsansätze, die Schaffung eines Bewusstseins
für Rhythmus und Melodie, zudem für Traditionen und Kultur
und natürlich für den eigenen Körper (letzteres durch
Kenntnisse in Anatomie + Körperenergien). Eine gute Lehrerin
holt jede Frau da ab, wo sie steht, und fördert ihren persönlichen
Ausdruck.
Dein Motto?
Tu was Du (wirklich) willst und schade niemandem.
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