Portrait der Bauchtänzerin Djamila: Persönliches, künstlerischer Werdegang, Vorbilder und Aktivitäten sowie Kontaktadresse


Künstlername: Djamila
Sternzeichen: Schütze, ein ziemlich typischer
Beruf / Tätigkeit: Zum einen Tänzerin und Lehrerin für orientalischen Tanz, zum anderen arbeite ich halbtags im Büro.
Erzähl uns ein bisschen was von Dir privat...

Ich bin als "Nesthäkchen" und jüngstes von acht Kindern aufgewachsen. Viele Dinge, die mir meine Eltern mitgegeben haben, bestimmen auch heute noch meinen Weg: Neugierig zu sein, Dinge zu hinterfragen, offen und unvoreingenommen auf andere zuzugehen.

Was findest Du an Dir positiv? Dass ich sehr großzügig sein kann und anderen gerne helfe. Und meinen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn - auch wenn ich mir mit meiner bisweilen sehr direkten Art und Weise nicht nur Freunde mache.
Und was magst Du nicht an Dir? Dass ich manchmal sehr ungeduldig bin und Dinge, die ich nicht mag oder auf die ich keine Lust habe, schier endlos vor mir herschieben kann.
Worüber kannst Du Dich aufregen? Eigentlich über viel zu vieles... Ich rege mich sehr schnell und oft auch heftig auf, aber genauso schnell wieder ab - und ich bin kein nachtragender Mensch.
Was bedeutet Glück für Dich, oder was macht Dich glücklich?

Tanzen! ;-)) Tolle Auftritte. Mit interessanten und inspirierendem Leuten zusammen zu arbeiten. Ein gutes Essen mit einem schönem Glas Rotwein zu genießen. Leuten zuzuhören, die was zu sagen haben. Im Einklang mit sich selbst sein. Alles in allem sind es meist die kleinen, alltäglichen Dinge, die mich glücklich machen.

Wann und wie bist Du zum orientalischen Tanz gekommen?
Ich bin als ziemlich junges Küken zum orientalischen Tanz gekommen. Meine erste Lehrerin Nesrin Cömer (kennt heute wahrscheinlich niemand mehr) hatte zwar kein ausgefeiltes Unterrichtskonzept, aber ließ uns von Anfang an immer wieder frei tanzen - wofür ich ihr heute sehr dankbar bin. Ich war dann ziemlich schnell infiziert - ich erinnere mich noch, daß nach ca. einem halben Jahr Unterricht Nagua Fuad nach Frankfurt kam, und ich als Schülerin mein ganzes Erspartes zusammenkratzte, um sie sehen zu können. Einige Zeit später ich habe ich dann - wie die meisten Frauen eigentlich zu früh - mit Auftritten und ein weiteres Jahr später mit dem Unterrichten angefangen....

Hast Du einen Künstlernamen und wenn ja, wie bist Du dazu gekommen?
Meinen Künstlernamen habe ich mir schon sehr früh ausgesucht. Allerdings habe ich lange Jahre geglaubt, dass er übersetzt "die Prächtige" bedeuten würde. Da ich schon damals ein Faible für tolle Kostüme hatte, dachte ich mir "Das passt!". Um die Aussprache zu erleichtern, änderte ich ein paar mal die Schreibweise, wodurch die eigentlich unübliche Form Djamila entstand. Als ich später erfuhr, dass dies übersetzt eigentlich "Die Schöne" heißt, hatte ich mich schon so an den Namen gewöhnt, dass ich dabei blieb. Im Laufe der Zeit ist er mir so vertraut und selbstverständlich geworden, dass ich ihn mittlerweile sogar als "normaler" als meinen eigentlichen Vornamen empfinde.

Gibt es jemanden, der Dich besonders beeinflusst hat? Oder hattest Du ein Schlüsselerlebnis, das Dich besonders geprägt hat?
Nun, über viele Jahre war es Reyhan, von der ich sehr viel lernte und die meine tänzerische Entwicklung stark beeinflusste, bevor sich nach vielen Jahren enger Zusammenarbeit unsere Wege wieder trennten und in recht unterschiedliche Richtungen verliefen. Lange Zeit habe ich mich fast ausschließlich mit dem ägyptischen Stil befasst, der bis heute mein Schwerpunkt und meine tänzerische Basis geblieben ist. Allerdings sehe ich das Ganze heute lockerer und weniger "missionarisch". Ich schaue mir gerne andere Richtungen an und lasse sie in meinen Tanz einfließen, wenn sie vom Stil und Ausdruck her zu meiner Basis passen. Aus diesem Grund arbeite und lerne ich sehr gerne von Leuten, die für den ägyptischen Stil stehen (wie z.B. Shareen el Safy, Jillina, Raqia Hassan) wie auch von Tänzerinnen und Tänzern, die andere Tanzrichtungen integrieren, wie z.B. Said el Amir und Raksan aus Deutschland, um nur einige zu nennen.

Was bedeutet der orientalische Tanz für Dich?
Herausforderung. Leidenschaft. Ständige Entwicklung. Nie stehen zu bleiben und nie fertig zu sein. Unterschiedlichste Gefühle ausdrücken zu können. Zu geben und zu nehmen. Ganz bei sich zu sein und ganz außer sich zu sein. Ein Leben ohne orientalischen Tanz wäre für mich unvorstellbar.

Was sind Deine Aktivitäten in Sachen oriental. Tanz?
Kurse, Projekte, Auftritte, Workshops, Shows... das Übliche eben. Neben dem Tanzen und Unterrichten ist das Internet mein zweites großes Steckenpferd. Ich gestalte meine Homepage selbst und entwerfe auch Internetseiten für andere Tänzerinnen. Viel Zeit und Aufwand stecke ich in die Bauchtanzinfoseite, was mir aber gleichzeitig auch sehr viel Spaß macht und Freude bereitet. Wichtig ist mir dabei, dass ich neben den ganzen Aktivitäten immer noch genug Zeit und Freiraum habe, um etwas für meine eigene Weiterbildung zu tun. Ich nehme bis heute regelmäßig Unterricht und besuche so oft wie möglich Workshops bzw. arbeite auch viel mit Videos.

Gibt es eine Tanzart, eine Musikrichtung, die Du besonders magst oder hast Du ein Lieblingsaccessoire im Tanz?
Eigentlich mag ich den puren orientalischen Tanz - sei es nun Raqs Sharqi oder Baladi - in seiner ursprünglichen Form, ohne Schnickschnack und Firlefanz am liebsten. Die verschiedenen Mischformen und Fusionen im orientalischen Tanz sehe ich mir bei anderen zwar sehr gerne an (wenn es gut gemacht ist), aber als Tänzerin und Künstlerin fehlt mir - zumindest jetzt noch - der eigene Zugang dazu.

Glaubst Du, dass der Tanz Dich in Deiner persönlichen Entwicklung beeinflusst hat?
Auf jeden Fall. Ich denke, jede Frau, die sich intensiv mit diesem Tanz auseinandersetzt, kommt an einer inneren Entwicklung und persönlichen Aufarbeitung nicht vorbei. Man lernt enorm viel über sich selbst und auch über andere. Wobei ich der Überzeugung bin, dass es gerade die negativen Erlebnisse und Erfahrungen sind, die einen in der persönlichen Entwicklung am meisten weiterbringen.

Glaubst Du, dass orientalischer Tanz und Erotik zusammengehören?
Aber ja! Jeder Tanz - ob Ballett, Flamenco oder Tango - ist auf seine eigene Art und Weise erotisch! Meiner Meinung nach kann man solche Dinge aber nicht in gut und schlecht oder schwarz und weiß einteilen. Jedes Extrem braucht einen Gegenpol. Ich denke, inwieweit ein Tanz noch erotisch oder schon billig wirkt, liegt sehr stark im Auge des Betrachters. Für mich ist das Wichtigste, dass das Gesamtbild ästhetisch bleibt.

Was machst Du lieber - tanzen bzw. auftreten oder unterrichten?
Beides gleich gerne! Wenn ich wählen müsste - ich wüsste es nicht... Genauso, wie ich mit Leib und Seele tanze, unterrichte ich auch, wobei mir bis heute zwei Dinge besonders wichtig sind: Zum einen möchte ich keine Kopien von mir heranbilden, sondern die Frauen in ihrer eigenen tänzerischen Entwicklung fördern, auch wenn diese vielleicht in eine ganz andere Richtung geht. So mag ich es überhaupt nicht, wenn jemand Schülerinnen mit allen Mitteln an die eigene Person bindet.
Der zweite Punkt ist die exakte, aber trotzdem leicht verständlich Erklärung der Technik. Dieses Thema beschäftigt mich schon seit langer Zeit, und demnächst werde ich im Rahmen der ESTODA-Ausbildung noch tiefer in die Materie einsteigen, worauf ich mich schon sehr freue. Ich bin immer wieder verwundert, wie viele im Grunde genommen immer noch nach dem Prinzip "zuschauen und nachmachen" unterrichten, auch wenn dies nicht aus böser Absicht, sondern einfach aus dem "nicht besser Wissen" heraus entsteht.

Dein Motto?
Es gibt zwei Sprüche, die ich sehr treffend finde.
Zum einen von Francois Truffaut: "Man kann keinen überholen, wenn man in seine Fußstapfen tritt".
Zum anderen den Spruch, der für mich das Wichtigste im Tanz überhaupt ausdrückt: "Nur was von Herzen kommt, kann ein anderes Herz erreichen."



Kontaktadresse:

Djamila

Wiener Str. 114
60599 Frankfurt

Tel. (069) 65 30 39 56
Fax (069) 65 30 39 55

Homepage: www.djamila.de
Email an Djamila

Der Name Djamila ist eine beim Patentamt eingetragene Marke und daher geschützt.

Alle Fotos: Monika Bokel, Fotostudio Bokel, Langen

 

 

Diese Seite gehört zu den führenden und meistbesuchten Internetseiten
für Bauchtanz / orientalischen Tanz im deutschsprachigen Raum.
Sie sind der Hier klicken, um zur Statistik zu gelangen Besucher dieser Seite seit dem 09. Februar 2000 (siehe Statistik).

Zur Zeit sind

INHALT DIESER SEITE:
Startseite Tänzerinnen-Verzeichnis Tipps & Tricks Bücherliste
Änderungen Händler-Verzeichnis Kostüm-Ecke Zeitschriften
Bauchtanz für... Veranstalterkalender Musik & Liedtexte Grafiken & Zeichnungen
Bauchtanz lernen Second-Hand-Börse Tänzerinnen-Portaits Animierte Gifs
Gästebuch Newsletter Sitemap Kontakt / Impressum

Bitte beachten Sie den Haftungsausschluss dieser Seite! Top-Partner-Links

Djamila
© 2000-2006: Djamila M. Kotsch
Webdesign, Idee, Konzept, Realisation:Djamila. Djamila ist ein beim Dt. Patentamt eingetragener geschützter Markenname. Ein Mißbrauch kann zu Schadensersatzansprüchen führen.

Sie möchten Bauchtänzerin Djamila für einen Bauchtanz-Auftritt buchen?
Näheres über Shows & Untericht mit Djamila unter www.djamila.de