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Wann
und wie bist Du zum orientalischen Tanz gekommen?
1988 wurden in einem Fitnessstudio,
in dem ich Bodybuilding machte, verschiedene Kurse angeboten. Da
mir das Fitnesstraining an den Geräten alleine zu stupide war, wollte
ich ergänzend noch etwas machen. Und da alle Welt zu der Zeit Aerobic
und Jazz machte, belegte ich meinen ersten Bauchtanzkurs. Ich hatte
eine sehr gute Lehrerin, die mich dafür begeistern konnte und mein
Ehrgeiz war bald entbrannt.
Hast
Du einen Künstlernamen und wenn ja, wie bist Du dazu gekommen?
Den Künstlername *Ayascha* legte ich mir zu als ich bei Auftritten
mit Suleika und Fatima usw. angekündigt wurde. Ich dachte, wenn
schon einen orientalischen Namen, dann möchte ich ihn mir selbst
aussuchen. Ich bat einen Kollegen, der lange in der Türkei gelebt
hatte, mir verschiedene, dort übliche Namen aufzuschreiben. *Ayascha*
suchte ich schliesslich aus, weil es meinem Geburtsnamen Alexandra
ähnlich ist. Erst Jahre später erfuhr ich die Bedeutung von *Ayascha*:
lebhaft, lustig, dem Schönen zugetan. Und ich freue mich, dass dieser
Namen meinen Charakter so gut trifft.
Gibt
es jemanden, der Dich besonders beeinflusst hat?
Meine erste Lehrerin, weil sie mir die Faszination Orientalischer
Tanz näherbrachte.
Oder
hattest Du ein Schlüsselerlebnis, das Dich besonders geprägt hat?
Ich denke, dass Schlüsselerlebnis eines Künstlers ist jedes
mal wieder der Applaus.
Was
sind Deine Aktivitäten in Sachen orientalischer Tanz?
Ich unterrichtete viele Jahre an der VHS und in privaten Tanzstudios
bevor ich mich 1997 mit meiner eigenen Bauchtanzschule „Orientalia“
selbständig machte. Inzwischen unterweise ich dort mehrere Gruppen
von Anfänger bis Weitfortgeschrittene und gebe Seminare. Zudem gibt
es in meiner Tanzschule auch einen Bazar für Kostüme und Zubehör. Mit Aufritten und Workshops bin ich mittlerweile in ganz Deutschland
unterwegs. Zweimal jährlich arbeite ich im Ausland auf Tanzreisen, die mich bisher mehrmals z.B. nach Ägypten, Marokko, Andalusien und in die Türkei geführt haben.
Was
magst Du am orientalischen Tanz besonders?
Ich liebe den Orientalischen Tanz weil er mir die Möglichkeit gibt
mich nicht nur körperlich zu betätigen sondern auch meine Kreativität
auszuleben. Durch meine Tänze kann ich was in den Menschen bewegen
und sie für einen Moment lang in eine andere Welt versetzen.
Außerdem habe ich durch den OT viele liebe Frauen aus ganz Deutschland
kennen gelernt und einige sind mir inzwischen richtig ans Herz gewachsen.
Was
ist Dir im Tanz wichtig (Technik, Gefühl, Ausstrahlung), was möchtest
Du
mit Deinem Tanz "rüberbringen"?
Ich möchte die Lebensfreude, die ich selbst empfinde wenn ich
tanze weitergeben, sowohl bei meinen Auftritten als auch im Unterricht.
Es gibt keinen schönen Tanz ohne gute Technik und keinen mitreissenden
Tanz ohne Gefühl, die Mischung muss stimmen. Mein Tanz soll begeistern.
Wie
bringst Du Deine Aktivitäten unter einen Hut?
In dem ich einen wunderbaren Mann und eine sehr verständnisvolle
Familie habe. Mein Mann ist mein schärfster Kritiker und begleitet
mich grundsätzlich zu sämtlichen Auftritten während meine Eltern
oder meine Schwiegermutter daheim auf die Kinder aufpassen. Ohne
den Rückhalt meiner Familie wäre das alles nicht zu schaffen.
Was
war das schönste oder amüsanteste Erlebnis Deiner bisherigen Laufbahn?
Eines meiner schönsten Erlebnisse war mein Auftritt bei der ZDF-Sendung
„RISIKO“ im April 2001. Dort habe ich in mehreren Runden viele Fragen
rund um den OT beantwortet und auch einen kleinen Tanz aufgeführt.
Ich freute mich, dass mir die Möglichkeit geboten wurde, den OT
einem so großen Publikum vorzustellen. Die Resonanz darauf war riesig
und viele Menschen haben mir geschrieben und mich darauf angesprochen
wie gut es ihnen gefallen hat.
Dein
Motto?
Mein persönliches Lebensmotto lautet „Stillstand bedeutet Rückschritt“.
Ich bin ein sehr unruhiger Mensch, der nicht einfach nur hinsitzen
kann. Ständig in Kontakt mit anderen Tänzerinnen und auf der Suche
nach neuen Tanzideen und neuer Musik versuche ich mich stetig weiterzubilden
und weiterzuentwickeln.
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