Zimbeln – Tipps zu Auswahl, Kauf, Vorbereitung und Pflege

Einführung

Wichtig! Diese Einführung kann und soll keinen qualifizierten Unterricht ersetzen! Der beste Weg, Zimbeln zu lernen, ist immer noch einen Kurs oder Workshop zum Thema zu besuchen und das Gelernte dann zu Hause zu wiederholen, zu üben und zu vertiefen. Wenn Du jedoch eine Ergänzung zu Deinen Übungen suchst oder einige Tipps und Tricks für den Umgang mit Zimbeln möchtest, bist Du hier genau richtig.

Zimbeln, englisch “cymbals” oder “cymbels”, türkisch “Zils” oder “Zills”, arabisch “Sagat” oder “Zagat” genannt, sind kleine, metallische Schlaginstrumente, mit denen sich die Tänzerin beim Tanz begleitet. Sie werden jeweils auf Daumen und Mittelfinger jeder Hand aufgesteckt und dann aufeinander geschlagen, so daß sich ein klingender Ton ergibt. Den unbedarften Zuschauer werden sie am ehesten an die Kastagnetten im Flamenco erinnern.

Zimbeln werden nicht nur im Raqs Sharqi eingesetzt, sondern gehören auch bei vielen Folkloretänzen dazu, wie z.B. beim Ghawazee, beim Leuchtertanz oder beim Saidi (alternativ zum Stock). Ebenfalls sind sie im türkischen Stil wie im American-Belly-Dance praktisch ein Muß. Doch auch beim europäischen Publikum kommen Zimbeln einfach super an, bieten sie doch nicht nur eine optische, sondern auch hörbare Abwechslung im Tanz. Und Zimbeln macht – entgegen anderslautender Gerüchte – viel Spaß! Gute Gründe also, sich näher mit diesem “Instrument der Tänzerinnen” zu befassen.

Zimbel-Arten und Formen

Zimbeln gibt es in unterschiedlichen Größen, Formen, Farben und Ausführungen. Dies wiederum hat Einfluß auf den Klang und die Lautstärke der Zimbeln: da gibt es laute und leise, hohe und tiefe, glockenhelle und scheppernde Exemplare und und und… Ich selber bin mittlerweile stolze Besitzerin von ca. 15 verschiedenen Sätzen von Zimbeln, von denen jedes Paar anders aussieht, anders klingt und anders zu spielen ist. Daher lohnt es sich, je nach “Einsatzgebiet” wie z.B. im Unterricht, beim Auftritt im Restaurant, bei einer Privatfeier oder auf der Bühne verschiedene Zimbel-Sätze zur Auswahl zu haben. Ich bin mittlerweile einer wahren Zimbel-Sammel-Leidenschaft erlegen, von der u.a. meine Schülerinnen profitieren, weil sie die verschiedenen Exemplare im Unterricht nach Herzenslust ausprobieren können. Doch schauen wir uns zunächst einmal die verschiedenen Varianten an:

Größe

Zimbeln gibt es in verschiedenen Größen. Einige Hersteller, die sich auf Zimbeln spezialisiert haben, bieten jeweils kleine, mittlere und große Zimbeln an. Kleine Zimbeln sind meist nicht so laut und vom Gewicht her leichter, weswegen sie sich bei Zimbel-Anfängern großer Beliebtheit erfreuen. (Das heißt jedoch nicht, dass Du für den Einstieg unbedingt kleine Zimbeln nehmen musst. Ich selbst entdeckte schon nach kurzer Zeit große, schwerere Zimbeln, mit denen ich wesentlich besser zurecht kam und bei denen ich bis heute geblieben bin!). Größere Zimbeln sind meist lauter und somit ideal, wenn man z.B. auf einer großen Bühne tanzt oder eine laute Musik übertönen muss.

Vielleicht hast Du Dich schon einmal gewundert, dass in einem ägyptischen Orchester ein Musiker mit riesigen Zimbeln saß. Dass sind dann keine Tanz- sondern Orchesterzimbeln. Übrigens gibt es mittlerweile sogar schon “Mini-Zimbeln” von amerikanischen Herstellern zu kaufen, die dann extra klein sind.

Einloch- und Zweiloch-Zimbeln

Nun kommen wir zu einem wesentlichen Punkt, bei dem sich sozusagen die Spreu vom Weizen trennt: Es gibt Zimbeln mit einem runden Loch in der Mitte – sogenannte Einloch-Zimbeln – und Zimbeln, die zwei längliche Schlitze in der Mitte haben – sogenannte Zweiloch-Zimbeln.

Hier liegt eindeutig der Vorteil bei den Zweiloch-Zimbeln, da sie einen wesentlich besseren Sitz bieten und so einfacher zu handhaben sind. Auch kann der Gummi, der als Befestigung dient, nicht herausrutschen. Einloch-Zimbeln sind zwar oft billiger, baumeln und rutschen aber am Finger leicht hin und her (da sie nur an einer Stelle arretiert sind) und sind nicht so gut zu kontrollieren, was das Zimbeln wesentlich schwieriger macht! Sicher mag es Ausnahme-Exemplare geben, bei denen ein ausgezeichneter Klang die schwierigere Technik aufwiegt, dies ist aber sehr selten der Fall ist (wenn ja, wirst Du es auch am Preis merken).

Formen

Neben der Größe und den verschiedenen Löchern gibt dann noch unterschiedliche Formen, die wiederum großen Einfluß auf den Klang der Zimbeln haben. Alle Zimbeln sind in der Mitte jeweils leicht erhöht – von der Seite gesehen kann man es sich wie einen flachen Hut vorstellen.

Diese Erhöhung kann vom kleiner oder größer sein und höher oder flacherausfallen. Dann gibt es noch unterschiedliche Randformen: Die meisten Zimbeln haben einen flachen Rand, der mal breiter und mal schmaler ausfallen kann. Dann gibt es noch Exemplare, bei denen der Rand außen leicht nach oben gebogen ist. Diese Form wird meist als “Türkische Form” bezeichnet, von der Seite aus gesehen gleicht sie am ehesten einem Sombrero (um bei dem Vergleich mit dem Hut zu bleiben).

Materialien und Farben

Zimbeln werden aus Metall gefertigt, am häufigsten aus Messing. Es gibt sie gold- oder silberfarben. Die meisten Exemplare sind extra überzogen und glänzen dadurch besonders schön. Billigere Exemplare sind meist nicht extra überzogen und daher matt-messingfarben. Es soll Tänzerinnen geben, die sich ihre Zimbeln versilber- oder vergolden lassen. Wer daran denkt, sollte jedenfalls sicher sein, dass er seine absoluten Lieblingszimbeln gefunden hat!

Verzierungen

Neben Gold oder Silber hat man die Wahl zwischen Zimbeln mit glatter Oberfläche und Zimbeln mit Gravur. Unter den gravierten Exemplaren findet man kunstvolle Muster, geschwungene Linien, geheimnisvolle Symbole, ja sogar Namen werden eingraviert – fast nichts ist unmöglich. Kurios und kaum zu glauben, aber wahr: In den USA werden sogar Zimbeln mit Weihnachtsmotiv oder Feriengrüßen angeboten!

 

Tipps zum Zimbelkauf

Überlegungen und Auswahl-Kriterien

Zimbeln werden als 4er Set verkauft (2 sind für die Mittelfinger, 2 für die Daumen), wobei sie meistens in einem kleinen Stoffbeutel mit dem passenden Gummiband geliefert werden (vergewissere Dich, dass auch wirklich 4 gleiche Exemplare im Beutel sind, ich habe schon Sets mit 3 Exemplaren oder unterschiedlichen Zimbeln gesehen).

Vielleicht möchtest Zimbeln in silber, weil diese besonders gut zu Deinem Kostüm passen, oder Du suchst ein besonders schön verziertes Paar. Wenn Du solche Wünsche hegst, solltest Dir klar machen, dass das Publikum und auch Du die Zimbeln zwar laut und deutlich hören, aber dafür um so weniger sehen werden! Also denke daran: Zimbeln sind Musikinstrumente und sollten auch so gekauft werden. Das bedeutet, dass das wichtigste Kriterium der Klang der Zimbeln ist. Ideal ist es, wenn Du vor dem Kauf die Zimbeln selber anstecken und ausprobieren oder – wenn Deine eigenen Kenntnisse noch nicht so weit sind – vorführen lassen kannst. Sollte kein Gummiband als Befestigung durchgezogen sein, kannst Du immerhin zwei Zimbeln an den Rändern aufeinander schlagen und so den Klang prüfen. Wer nur die Möglichkeit hat, über den Versandhandel zu bestellen, kann sich vielleicht per Telefon einige Schläge auf den Zimbeln vorspielen lassen und sich so vom Klang überzeugen. Einloch-Zimbeln sind wesentlich einfacher zu bekommen als Zweiloch-Zimbeln: Man bekommt sie auf Basaren, in türkischen Läden oder findet sie im Urlaub beim Einkaufsbummel. Dazu sind sie meist erheblich billiger als die Zweiloch-Zimbeln. Dennoch würde ich Dir aus den oben genannten Gründen unbedingt zum Kauf von guten Zweiloch-Zimbeln raten. Vielleicht denkst Du, dass Du ja gerade erst mit dem Zimbeln anfängst oder es nur einmal ausprobieren möchtest, und es deswegen auch erst mal ein billiges Paar tut. Doch gerade dann würde ich Dir unbedingt davon abraten! Gerade am Anfang ist es sehr wichtig, dass die Zimbeln gut sitzen, nicht verrutschen und einen klaren, guten Klang haben. Denn wie heißt es so schön: Aller Anfang ist schwer. Wenn Du Dich dann noch mit schlechten Zimbeln herumärgern musst, bist Du vielleicht bald so entmutigt und frustriert, dass die Zimbeln in die nächste Ecke fliegen. Mach es Dir einfach: Leiste Dir ein paar qualitativ gute, wenn auch teurere Zimbeln – der Klang und der Sitz und damit auch Deine Fortschritte werden Dich schon bald für die Mehrausgabe entschädigen!

Bezug / Preise

Für qualitativ hochwertige Zimbeln solltest Du mit ca. 15,- bis 40,- Euro rechnen. Es gibt aber auch schon günstigere ägyptische Exemplare, diese klingen jedoch meist nicht so brilliant. Wenn Du in der glücklichen Lage bist, eine Bauchtanzgeschäft in der Nähe zu haben, frag´ dort einfach mal nach. Ansonsten wirst Du vielleicht bei einer Veranstaltung, Basar oder Workshop fündig. Daneben gibt es natürlich noch die Möglichkeit, per Internet zu bestellen. Hier einige Bezugsmöglichkeiten:

  • Absolut Schleierhaft
    Bieten verschiedene Zimbelgrößen und Formen u.a. auch von Turquoise an
  • Oriental Fantasy Beata & Horacio
    Führen Turquoise-Zimbeln in verschiedenen Größen
  • Sakkara www.sakkara.de
    Bieten Langlochzimbeln mit Verzierung an
  • Sonyas Oase www.sonyas-oase.de
    Bietet Profizimbeln von Turqoise an.
  • Tabou
    Langlochzimbeln www.tabou.de
  • Malu www.malu-tanz.de
    Führt ägyptische Zimbeln sowie Turquoise-Zimbeln jeweils in verschiedenen Größen
  • Saroyan Mastercrafts www.saroyanzils.com
    P.O. Box 2056, Riverside, CA 92516, USA. Tel. (001) 909/783-2050. Fax: (001) 909/276-8510.
    Wow! Warscheinlich die umfangreichste Kollektion an Zimbeln: Vom Anfänger- bis zum Profimodell, in unterschiedlichsten Formen, Farben, Grössen bis hin zu Weihnachtszimbeln!
  • El Coyote Enterprises. www.sirocco-music.com
    1011 Hidden Valley Road, Soquel, CA 95073. Tel. (001) 831/ 464-8877.

Nachdem Du nun hoffentlich Deine Wunsch-Zimbeln ergattern konntest, kannst Du als nächstes

 

Die Zimbeln gebrauchsfertig machen

Auswahl und Einziehen des Gummibandes

Für das Einziehen des Gummibandes solltest Du Dir ein bißchen Zeit und Ruhe nehmen. Bitte nicht die neu gekauften Zimbeln mit zum Kurs oder Workshop nehmen, und dann kurz vor Unterricht hektisch versuchen, schnell noch das Gummiband zu befestigen! Für das Material und die Technik der Befestigung kommt es wieder darauf an, ob Du Einloch- oder Zweiloch-Zimbeln hast.

Einloch-Zimbeln: Sofern diese Zimbeln schon mit Gummi geliefert werden, handelt es sich meist um einen Rundgummi. Da dieser nur einen ganz miserablen Halt bietet, würde ich Dir auf jeden Fall empfehlen, diesen gegen ein schmales Gummiband oder Gummilitze auszutauschen. Bei Einloch-Zimbeln werden beide Enden des Gummibandes – evtl. mit Hilfe einer Stopfnadel – von außen nach innen durch das Loch in der Mitte durchgezogen und anschließend verknotet.

Zweiloch-Zimbeln: Meist werden diese Zimbeln bereits mit einem Stück schwarzen, breiten Gummiband geliefert, was Du gleich für die Befestigung nehmen kannst. Falls Dich das Schwarz stört: In der Kurzwarenabteilung jedes Kaufhauses bekommst Du auch weißes und hautfarbenes, manchmal sogar goldenes Gummiband (Hosen- oder Taillengummi), das meist auch etwas dehnbarer ist. Allerdings wird es auch schneller schmutzig als das schwarze. Das Gummiband sollte ungefähr so breit sein wie die Schlitze in den Zimbeln. Je breiter das Gummiband, desto besser der Sitz der Zimbeln, aber umso schwieriger das Anziehen! Bei Zweiloch-Zimbeln wird jeweils ein Ende des Gummibands durch einen Schlitz durchgezogen und die beiden Enden verbunden. Dafür gibt es wieder verschiedene Möglichkeiten.

Für Fleißige: Das Gummiband mit der Hand zusammennähen (am besten mit dickem Zwirn). Je nach Band kannst Du die beiden Enden direkt aneinander nähen oder noch ein kleines Stückchen überstehen lassen.

Für Faule: Das Gummiband mit einem festen doppelten Knoten versehen. Oder: Die beiden Enden mit einer winzig kleinen Sicherheitsnadel aufeinander heften. Oder für ganz Eilige: Die beiden Enden zusammen tackern (Vorsicht: hält meist nur sehr begrenzte Zeit).

Der richtige Sitz

Vielleicht hast Du nun mühsam das Gummiband befestigt und stellt beim anschließenden Anprobieren fest, dass die Zimbel locker an Deinem Finger hin und her baumelt oder Du kaum das Gummiband über die Finger kriegst. Beides ist natürlich nicht ideal. Denn je besser und fester die Zimbeln sitzen, desto leichter kannst Du sie kontrollieren. Sie dürfen also keinesfalls zu locker sitzen. Ich selbst befestige das Gummiband so knapp und fest, dass meine Finger immer leicht bläulich anlaufen. Das ist zwar nicht jedermanns Sache, mir persönlich aber lieber, als wenn ich Angst haben müsste, dass eine Zimbel bei der nächsten schwungvollen Drehung vom Finger rutscht. Warnung: Wenn so etwas passiert, und die Zimbel fliegt weg und trifft jemanden am Kopf, kann das böse Verletzungen geben! Also gut aufpassen.

Abmessen des Gummibands

Um die richtige Länge des Gummibandes abzumessen, hast Du wieder zwei Möglichkeiten. Zunächst einmal schneide Dir vier ca. 10 cm lange Stücke vom Gummiband zurecht. Stecke die Enden des Gummibandes nun locker durch das Mittelloch oder die Längsschlitze der Zimbeln. Nun steckt Du Deinen Daumen durch die Öse des Gummibandes, so dass das Gummiband etwa kurz unter dem Fingernagel auf dem ersten Gelenk sitzt und ziehst die Enden des Gummibandes auf der Unterseite der Zimbeln mit der anderen Hand straff, so dass das Band angenehm fest sitzt. Nun markierst Du mit einem Bleistift oder Kugelschreiber das Gummiband direkt unterhalb des Lochs oder der Schlitze in der Zimbel. Denk daran, beide Enden des Gummibandes zu markieren.

Gummiband vernähen/verknoten

Nun kannst Du Deinen Finger wieder aus der Schlaufe nehmen und die beiden Enden des Gummibands ganz nach unten durchziehen, so dass das Band oben flach auf der Zimbel aufliegt. Jetzt kannst Du die beiden Enden wie oben beschrieben zusammen nähen, knoten usw. Dann schneidest Du das überstehende Gummiband bis auf ein kleines Stück weg (sonst kann es den Klang der Zimbeln stören). Das ganze wiederholst Du jetzt für den anderen Daumen und die beiden Mittelfinger. Einfach geht es natürlich, wenn Dir jemand anderes dabei hilft – wenn Du das Gummiband knotest, kann Du Dir dabei sogar das Markieren sparen: Einfach Gummiband durchziehen, Finger durch die Schlaufe stecken und den anderen von der Unterseite einen festen Doppelknoten machen lassen. Ein anderer Trick, den ich gerne anwende, ist, sich einen dicken Bleistift oder Kugelschreiber (jeweils einen vom Durchmesser des Daumen und einer vom Mittelfinger) zu suchen und diesen durch die Schlaufe zu stecken, so dass Du dann selbst den Knoten machen und festziehen kannst.

Wenn Du dies nun alles erledigt hast und alle 4 Zimbeln exakt und nicht zu locker oder fest sitzen, hast Du die Hauptarbeit schon geschafft. Jetzt fehlt nur noch das:

Markieren der Zimbeln

Wenn Du nicht eine ganze Vorführung hindurch zimbeln möchtest, wirst Du die Zimbeln im Normalfall in der Nähe der Tanzfläche ablegen oder sie jemandem geben, der sie Dir dann im richtigen Moment reicht. Dann steckst Du sie an die Finger und beginnst damit zu tanzen. Peinlich allerdings, wenn man dann erst lange ausprobieren muss, welche Zimbel an welchen Finger passt… Zum Glück gibt es dafür aber einige einfache Tricks, damit Du die Zimbeln immer auseinanderhalten kannst. Dazu markierst Du jeweils am Gummi die Zimbeln die für den Daumen bzw. für den Zeigefinger gedacht sind (was Dir lieber ist). Hier einige Möglichkeiten, such Dir aus, was Dir am besten gefällt:

Für Fleißige: Nimm einen bunten Faden und sticke auf das Gummi ein kleines X auf. Du kannst auch einige kleine Perlchen auf das Gummiband nähen (damit kann man die Zimbeln auch im Dunkeln auseinander halten!)

Für Faule: Markiere die Zimbeln, indem Du auf das Gummiband einen Klecks mit farbigem Nagellack machst oder mit einem Kuli einen Punkt malst. Vorsichtige, die ganz sicher gehen wollen, dass die Optik nicht beeinträchtigt wird, markieren ihre Zimbeln auf der Innenseite der Zimbeln wo das Gummiband genäht oder verknotet ist. Mir persönlich ist es bei der Hektik bei Auftritten lieber, wenn die Markierung oben auf den Gummiband zu sehen ist und man sofort sieht, welche Zimbel an welchen Finger gehört. (Und ich bezweifle, dass die kleinen blauen Punkte je einem Zuschauer aufgefallen sind.)

 

Aufbewahrung und Pflege

Zimbeln sind praktisch unverwüstlich. Bis auf einige Kratzer und kleine Spuren, die durch das Aufeinanderschlagen entstehen und nicht zu vermeiden sind, wirst Du fast keine Abnutzungserscheinungen feststellen. Jedoch laufen Zimbeln recht schnell an und verlieren somit ihren schönen Glanz. Wer sich daran stört, kann sie mit Messing-Putzmittel und einem weichen Tuch wieder auf Hochglanz bringen.

Für die Aufbewahrung und den Transport kann man ein kleines Zimbel-Beutelchen verwenden. Wenn beim Kauf der Zimbeln keins dabei war, kannst Du leicht eines selber nähen (ist auch eine tolle Geschenkidee für Bauchtanz-Freundinnen!). Wenn Dir das zu arbeitsaufwendig ist oder Du keine Lust zum Nähen hast, wirst Du bestimmt in einem Kaufhaus ein passendes kleines Täschchen oder Beutelchen entdecken.

Wenn Du Deine Zimbeln regelmäßig benutzt, wirst Du feststellen, dass das Gummiband mit der Zeit ausleiert oder die Gummifäden ausreißen. Aber auch wenn Zimbeln längere Zeit nicht gebraucht werden, kann das Band spröde und unelastisch werden. Da das nach Murphys Gesetz immer dann passiert, wenn man seine Zimbeln ganz dringend braucht, sollte man die Gummibänder regelmäßig und rechtzeitig austauschen. Wenn Du auf diese wenigen Punkte achtest, wirst Du jahrelang Freude an Deinen Zimbeln haben.