Bitte
beachte auch meine Anmerkungen
zu den hier zusammengestellten Informationen auf der folgenden Seite.
Allgemeines
Wozu
sich überhaupt mit den orientalischen Rhythmen beschäftigen?
Nun, vielleicht
erinnerst Du Dich noch an Deine Tanzstunden als Teenager: Nun stell
Dir einmal vor, Du hast zwar Walzer, Tango und Foxtrott gelernt,
weißt aber nicht, wie sich z.B. ein Walzerstück anhört. Woher sollst
Du nun wissen, wann der Walzer-Schritt und wann die Tango-Kombinationen
passen? Vielleicht wirst Du jetzt einwenden, dass doch jeder weiß,
wie sich ein Walzer anhört, dies ist aber deswegen so, weil wir
diesen Rhythmus von klein auf kennen und in unserer Kultur praktisch
mit ihm groß werden.
Nun bekommen
wir zwar die orientalischen Rhythmen leider nicht "in die Wiege
gelegt", aber mit ein wenig theoretischer und praktischer Beschäftigung
mit diesem Thema kann man dieses "Manko" gut aufarbeiten. Egal ob
man also frei zur Musik tanzen oder eigene Choreographien entwickeln
möchte - der Schlüssel dazu liegt im Erkennen und Verstehen der
verschiedenen Rhythmen und ist somit eine der wichtigsten Grundlagen
für jede orientalische Tänzerin überhaupt.
Muß
denn die Theorie unbedingt sein?
Leider geht es auch bei den
Rhythmen nicht ganz ohne. Aber keine Angst! Denn da auf einer Trommel
keine Töne, sondern nur verschiedene Klänge erzielt werden können,
genügen uns zur Aufzeichnung der Rhythmen wenige Angaben:
Sprachsilbe
Notation
Klang, Schlagtechnik
Dum
Tiefer Ton, der entsteht, wenn
man auf die Mitte der Trommel schlägt
Wird durch eine Note, bei der der Notenhals nach unten zeigt, notiert.
Tak
Hoher Ton, der entsteht, wenn
man auf den Rand der Trommel schlägt
Wird durch eine Note, bei der der Notenhals nach oben zeigt, notiert.
Pause
Die Pausen, wenn die Trommel
schweigt, werden genauso mitgezählt und sind damit ebenso wichtig
wie die verschiedenen Schläge.
Die Pausen sind bei jedem Instrument gleich, deswegen werden sie durch
ganz gewöhnlich notiert.
Daneben können noch folgende
Klänge erzeugt werden:
Taka
Zwei kurz hintereinander geschlagene
hohe Töne
Tremolo
Ein Trommelwirbel, bei dem die
einzelnen Schläge so schnell erfolgen, dass sie verschmelzen
Vielleicht kommt
es Dir am Anfang ein bisschen blöd vor, die Rhythmen immer mit
"Dum" und "Tak" nachzusprechen. Mach Dir nichts
draus, denn erstens gewöhnst Du Dich sehr schnell daran, und zweitens
ist es in allen "Trommelsprachen" üblich, die Trommelklänge
durch Silben zu imitieren (onomato-poetische Silben). Und das
System hat einen großen Vorteil: Auch ohne Trommel oder jedes
Schlaginstrument kann man jeden Rhythmus immer und überall lernen,
verstehen und üben! Du wirst sehen: Schon bald geht Dir das eine
oder andere Rhythmus-Muster nicht mehr aus dem Kopf.
Für das Aufschreiben
der Rhythmen brauchen wir jetzt noch eine Möglichkeit, die Länge
eines Schlages oder einer Pause zu notieren. Dazu nehmen wir ganz
normalen Musiknoten:
Viertel-Note
Achtel-Note
Sechzehntel-Note
Viertel-Pause
Achtel-Pause
Jetzt fehlen uns
noch zwei Begriffe, damit wir loslegen können:
1.
Der Takt
ist die Einheit für ein "Muster" des Rhythmus. Beginnt also das
Muster der Schläge von vorne, beginnt auch ein neuer Takt. In der
Notation wird das Ende eines Taktes durch eine senkrechte Linie
gekennzeichnet.
2.
Der Rhythmus
legt fest, wie und zu welchem Zeitpunkt eines Taktes die tiefen
und hohen Töne und Pausen gespielt werden. Die verschiedenen Rhythmen
können in verschiedenen Geschwindigkeiten gespielt werden.
Was heißt eigentlich
4/4, 8/8, 2/4 usw.?
Wenn wir nun von
einem 4/4-Rhythmus sprechen, wissen wir schon einmal, dass der Takt
eine Länge von 4 Viertelnoten haben muss. Nehmen wir im Vergleich
dazu nun einen 2/4-Rhythmus, so hat hier der Takt nur eine Länge
von 2 Viertelnoten - benötigt also nur die Hälfte der Zeit.
Ein anderes Beispiel: Ein Takt eines 4/4-Rhythmus muss folgerichtig
zeitlich genauso lang sein wie ein 8/8-Rhythmus.
Grob gesagt könnte
man sich nach folgender Definition richten:
Die Zahl über dem Strich
gibt an, bis wieviel man zählen kann (je höher, desto länger ein
Takt)
Die Zahl unter dem Strich
gibt an, wie schnell der Rhythmus ist (je höher, desto schneller
der Rhythmus)
Leider
kann man sich darüber streiten, ob ein Rhythmus nun ein 8/4-Rhythmus
oder ein 8/8-Rhythmus ist. Denn unterschiedlich, wie schnell man
ihn spielt, könnte es sich um Viertel- oder um Achtelnoten handeln.
Das ist aber im Grunde nur eine theoretische Streitfrage, die wenig
damit zu tun hat, wie sich der Rhythmus nun anhört und wie er getanzt
wird. Also lass Dich davon nicht durcheinander bringen!
Noch
ein Wort zur Namensgebung:
Schon
bei den Grundrhythmen werden Dir für ein und denselben Rhythmus
verschiedene Namen begegnen. Dies ist gerade am Anfang ziemlich
verwirrend. Denn ähnlich wie bei den Tanzbewegungen, wo es für
ein und dieselbe Bewegung viele unterschiedlich Namen gibt, gibt
es für die einzelnen Rhythmen verschiedene Bezeichnungen. Nimmt
man dann noch die unzähligen Variationen dazu, kann man sich vorstellen,
dass selbst die Musiker untereinander über die eine oder andere
Bezeichnung streiten. Ich persönlich habe immer versucht, möglichst
viele verschiedene Quellen zu Rate zu ziehen und dann überlegt,
ob die jeweilige Information für mich logisch und – eingefügt
in das Ganze bzw. in die bisherigen Informationen – stimmig erscheint.
Damit
Du in diesem Wirrwarr ein bisschen leichter durchblickst, habe
ich zu jedem Rhythmus die verschiedenen Bezeichnungen geschrieben,
unter der dieser Rhythmus auch noch bekannt ist.
So,
jetzt hast Du Dich tapfer durch die Theorie geschlagen, und somit
kann es endlich in der Praxis mit dem ersten Rhythmus losgehen:
Webdesign, Idee, Konzept, Realisation:Djamila.
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