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Wer es einmal ausprobiert
hat, wie es ist mit Netz zu tanzen, ist meist schon bald von den
Vorzügen überzeugt und wird es nicht mehr missen wollen. Neugierig
geworden, kaufte ich mir vor einigen Jahren mein erstes Kostüm
mit Netz und kann mir mittlerweile gar nicht mehr vorstellen "ohne"
zu tanzen. Daher möchte ich hier einige Tipps und Tricks "rund
um das Netz", die sich mit der Zeit als nützlich erwiesen
haben, gerne weitergeben.
Warum
überhaupt mit Netz tanzen?
Einer der Hauptgründe ist
sicherlich, dass frau sich einfach "angezogener" fühlt.
Ein zweiter, ebenso wichtiger Grund ist jedoch die Optik: Auch
wenn frau mal ein paar Pfunde zuviel hat, gibt das Netz Halt,
formt und stützt. So machen auch sehr füllige Frauen mit einem
Netz eine Top-Figur, denn schließlich soll es beim Shimmy zwar
vibrieren, aber nicht schwabbeln.
Das heißt jedoch nicht, dass
gerade sehr schlanke Frauen kein Netz tragen können. Im Gegenteil:
Gerade wenn man ein bisschen zu dünn geraten ist, kann man mit
einem Netz etwas mehr hermachen. So kann man z.B. die Bauchbewegungen
reizvoll und wirksam betonen.
Doch ganz gleich ob schlank
oder mollig, sollte man auf jeden Fall einen kritischen Blick
auf den Hautzustand werfen. So wie eine gute Feinstrumpfhose die
Beine nicht nur formt, sondern auch die Haut makellos erscheinen
lässt, kann man mit einem Netz kleine Schönheitsfehlerchen wunderbar
kaschieren.
Stoffe
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Mittlerweile gibt es Mittelteile
in allen erdenklichen Formen, Farben und Stoffen. Die "klassische"
ägyptische Variante ist ein grober dunkler Netzstoff, der
extrem elastisch, formend und sehr haltbar ist. Dabei wird
das Netz meist aus einer Artisten-Strumpfhose hergestellt,
doch dazu später mehr. Diese Stoffart gibt es mittlerweile
- etwas weicher und weniger formend - auch in einem helleren
Farbton. Netze aus diesem groben Stoff sind relativ robust,
selbst wenn mal ein Faden gerissen ist, kann man dies problemlos
mit Nadel und Faden wieder reparieren.
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Grobmaschiges, etwas weicheres
ägypt. Netz in hellem Hautton
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Netz aus leicht transparentem,
feinmaschigen Hautstoff
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Daneben sind Mittelteile aus verschiedenen synthetischen
Stoffen wie Spandex, Skin- und Stretchstoffen in unterschiedlichen
Hauttönen erhältlich.Neben dem Effekt, dass diese Materialen
manchmal nicht so durchlässig sind und man deswegen stärker
schwitzen kann, ist unbedingt darauf zu achten, dass der
Stoff nicht zu Laufmaschen neigt oder leicht Fäden zieht
(in meinen Augen ist hier z.B. Spandex sowie einige sehr
dünne Stoffe etwas problematisch). Bleibt man dann mal mit
einem Straßarmband oder den Armstulpen (Pailletten) beim
Tanzen am Netz hängen, kann es sein, dass man nicht lange
Freude am Mittelteil hat. Sollte es doch mal passiert sein,
kriegt man die Laufmasche mit einem Klecks farblosem Nagellack
in den Griff. Mittelteile aus Tüll kratzen manchmal auf
der Haut und sind nicht elastisch. Wenn man vermeiden möchte,
dass das Netz beim Tanzen Falten schlägt, sollte man daher
unbedingt auf die Elastizität achten.
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Bei der Auswahl des
Materials sollte man daran denken, dass glänzende Stoffe
die Figur gerne etwas fülliger wirken lassen. Wer also
mit dem Netz auch ein paar Pfunde kaschieren möchte,
ist mit einem mattierenden Material besser bedient.
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Farben
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Ayascha in einem roten
Kostüm mit rotem Bauchnetz
- so wirkt das 2-teilige Kostüm wie ein Kleid.
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Kostüm in schwarzer Grundfarbe
kombiniert mit einem schwarzen Netz
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Neben den hautfarbenen
Exemplaren kann man das Aussehen eines Kostüms durch ein
farbiges Mittelteil sehr stark verändern. Ein schwarzes
Kostüm mit einem Hauch von schwarzem Netz kann sehr sexy
wirken. Und ein Netz Ton in Ton mit dem Kostüm sieht eigentlich
immer gut aus. Mit einem undurchsichtigen Mittelteil (z.B.
aus Stretchstoff oder Spitze) wirkt ein Kostüm oft fast
wie ein Kleid. Das ist auch eine gute Idee, wenn man ein
älteres Kostüm wieder "neu" wirken lassen oder
etwas angezogener aussehen möchte.
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Formen
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Egal
wie das Mittelteil gearbeitet ist: der untere Rand des Netzteiles
wird an einen knappen Slip genäht oder ist bereits in Slipform
gearbeitet, der obere Rand am Kostümoberteil befestigt.
Auf jeden Fall sollte man darauf achten, daß der Slip unten
auf der Hüfte und nicht zu weit oben sitzt. Sonst kann es
passieren, daß er oben aus dem Gürtel herausrutscht
- peinlich!
Am besten
ist man daher mit einem Tanga- oder Minislip bedient, bei
dem die Seiten schmal, aber noch breit genug zum Annähen
des Netzes sind. Wenn man die Kostüme sehr tief auf der
Hüfte trägt, ist ein guter Trick, das Mittelteil im Schritt
des Slips zum Teil herauszuschneiden und die Höhe des Slips
so zu verkürzen (kann man auch mit der Hand nähen). Wer
ganz sicher gehen will, kann als Faustregel rechnen, daß
der Slip vorne kurz über dem Schambereich und hinten noch
unter dem Poansatz sitzen sollte. So kann man sicher sein,
daß auch beim großen Hüftkreis alles am Platz bleibt (am
besten vor dem ersten Tanzen ausprobieren).
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Netz aus leicht transparentem
Hautstoff (vgl. angezogen oben beim rosa Kostüm) mit
Slip und Knopflochgummiband.
Das Mittelteil des Slips wurde herausgenommen, damit das
Netz tief auf der Hüfte sitzt.
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Mit Slip und Gummiband als Abschluß:
Diese Form kann man leicht selbst nähen (mit oder ohne
Beine) und auch fertig kaufen (siehe Bezugsquellen).
Als Abschluß ist dabei am oberen Rand entweder ein elastischer
Gummi oder ein Knopflochgummi befestigt. |
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Netz mit Trägern, ohne
Arme und Beine. Der Slipteil ist nicht extra angenäht
sondern bereits integriert.
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Netze mit Trägern:
Diese Art von Netzen gibt es seit einiger Zeit zu kaufen,
und zwar als Body (ohne Arme und Beine), mit langen Beinen
oder als ganzer Anzug (also mit langen Armen und Beinen).
Bei den einen ist diese Version sehr beliebt, andere wiederum
finden sie unpraktisch. Gedacht ist diese Form für Frauen,
die das gleiche Netz problemlos an verschiedenen Kostümen
befestigen möchten. Das Netz wird dabei bis unter den Busen
gezogen und die Träger außen seitlich am Busen vorbeigeführt.
Damit die Träger nicht unter den BH-Trägern heraus schauen,
sollte man sie zusätzlich fixieren.Dazu nimmt man bei breiteren
Trägern ein Textilband und näht es von innen quer unter den
träger, auf der einen Seite fest, auf der anderen Seite mit
einem kleinen Druckknopf. Beim Anziehen Bändchen unter dem
Träger durchführen und Druckknopf zumachen, schon ist der
BH-Träger in der Schlaufe "gefangen" und kann nicht
hervorrutschen... wer mit dieser Erklärung nicht klarkommt,
fragt vielleicht mal seine Großmutter, denn früher befestigte
man oft noch alle BHs und Unterhemden ganz ordentlich unter
den Kleidern. |
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Diese Lösung ist gut
für Kostüme mit breiteren Trägern, die eher außen angesetzt
sind (eventuell könnte man die Träger auch vorne etwas weiter
außen befestigen) und ebenfalls praktisch bei Kostümen ohne
festen BH (z.B. Boleros), wo nichts angeknöpft werden kann.
Bei schmaleren Trägern könnte es allerdings Probleme geben.
Netze mit Beinen
Wenn bei einem Kostüm der Rock sehr eng und figurbetont
(z.B. aus Stretch) gearbeitet ist, kann sich der Slip
vom Netz manchmal unvorteilhaft abzeichnen. In dem Fall
kann es besser sein, gleich ein Netz mit Beinen zu verwenden.
Das gleiche gilt für Kostüme mit hochgeschlitzten Rock,
wenn man nicht so viel Einblick gewähren möchte. Ein solches
Netz kann man ebenfalls fertig kaufen (siehe Bezugsquellen)
oder aus einer Netzstrumpfhose nähen (siehe Netz
selber nähen).
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Netz mit Beinen und Schlaufen
als Abschluß, die über den Fußzeh gezogen
werden (Ballen bleibt frei)
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Befestigungsmethoden
Wie kann man nun das Netz
am Oberteil befestigen? Hier stellt sich zuerst die Frage, ob
das Netz dauerhaft am Kostüm befestigt werden soll oder ob man
ein Netz für verschiedene Kostüme verwenden möchte.
Fest am
Kostüm angenäht
Mit Reißverschluß:
Da ist zuerst einmal die ägyptische Version, bei der das Netz
rundherum am Oberteil angenäht ist und im Rücken mit einem Reißverschluß
geschlossen wird. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, daß der
Reißverschluß im Gegensatz zum Netzstoff nicht elastisch ist und
deswegen länger sein muß als das Netz, d.h. der Reißverschluß
schlägt im ungedehnten Zustand etwas Falten im Rücken.Obwohl dadurch
die Optik etwas gemindert wird, ist diese Lösung mit Sicherheit
die praktischste: Man schlüpft in den Slip, zieht das Oberteil
an, schließt den BH-Haken und zieht den Reißverschluß nach oben.
Damit der Reißverschluß nicht unvorhergesehen aufgehen kann, kann
man ihn mit einer kleinen Sicherheitsnadel direkt unter dem Verschluß
fixieren.
| Mit Druckknöpfen: Eine weitere
Möglichkeit ist es, das Netz mit Druckknöpfen am Oberteil
zu befestigen: Dabei wird der vordere Teil des Netzes bis
zu den Seiten am Oberteil angenäht. Dann näht man am hinteren
Teil des BHs von innen ca. sechs bis acht extragroße Druckknöpfe
(die mit ca. 1,5 cm Durchmesser) und die Gegenstücke der Druckknöpfe
am oberen Rand des Netzes an (breites Gummiband o.ä. als Abschluß).
Wenn man die Reißverschlußlösung wegen der Faltenbildung nicht
mag, ist man mit der Druckknopf-Lösung am Besten bedient. |
Sehr feines, transparentes Netz,
das vorne fest am unteren Rand des BH angenäht wurde.
Hinten wurden Druckknöpfe am BH und am Gummibandabschluß
des Netzes befestigt.
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Mit Wäscheknöpfen : Anstelle
der Druckknöpfe kann man das Netz in gleicher Weise mit normalen
Wäscheknöpfen befestigen. Dazu näht man ein Lochgummiband (ebenso
wie die Wäscheknöpfe in der Kurzwarenabteilung erhältlich) oben
am Netz an und näht die Wäscheknöpfe wiederum von innen hinten
im Oberteil an. Meiner Erfahrung nach ist das Einknöpfen bei den
Wäscheknöpfen etwas kniffliger und erfordert etwas mehr Geduld
(vor allem, wenn diese mit Stoff bezogen sind), da das Gummiband
ja beim Anziehen auch noch gedehnt ist.
Mit Klettband: In gleicher
Weise befestigen viele Frauen ihr Netz mit Klettverschlüssen am
Oberteil. Obwohl mir viele Tänzerinnen versichert haben, daß auch
diese Art der Befestigung "bombenfest" und sicher hält,
traue ich persönlich dieser Lösung nicht ganz. Wie auch immer
- auch hier gilt: Probieren geht über studieren.
| Mit Wäschehaken: Eine weitere
Methode ist es, das Netz mit kleinen Wäschehaken am Oberteil
zu befestigen. Dazu werden die Ösen an das Oberteil angenäht
und die Häkchen am Gummibund des Netzes befestigt und dann
eingehängt.Eine etwas einfachere und weniger näh-aufwendige
Möglichkeit ist es, oben am Netz kein |

Ägyptisches Netz (weichere
Form in einem helleren Hautton) mit Wäschehaken am
oberen Bund zur Befestigung am BH
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| Gummibund als Abschluß
zu nehmen, sondern den Netzstoff direkt in die kleinen Häkchen
einzuhängen, die man von innen in das Oberteil näht. |
Mit Sicherheitsnadeln:
Okay, okay - das ist sicher keine Lösung für die Ewigkeit.
Aber wenn die Zeit mal knapp ist oder man von vornherein weiß,
dass man das Netz nur ein bis zweimal tragen möchte (z.B. kurz
nach der Entbindung, wenn die Haut sich noch nicht wieder zurückgebildet
hat) ist es allemal eine Möglichkeit. Dazu am besten ausprobieren,
ob man mit kleinen oder großen Sicherheitsnadeln besser klar kommt.
Nicht
fest am Oberteil angenäht (komplett abnehmbar)
Wenn man das Netz zum Waschen
lieber ganz abknöpfen möchte, kannst man es natürlich auch rundherum
mit Druck- oder normalen Knöpfen sowie mit Wäschehaken oder Klettverschluß
befestigen.
Übrigens: Egal, wie
man das Netz befestigt - die meisten Methoden funktionieren nur,
wenn man eine Anziehhilfe hat (und zwar möglichst eine fachkundige).
Also rechtzeitig vorher ausprobieren!
Mit Naht
oder ohne
| Viele Frauen stören am Netz die groben
Nähte, doch die müssen nicht sein: Außer bei der Reißverschlußlösung,
bei der die Naht im Rücken nun mal nicht zu vermeiden ist,
ist bei allen anderen Befestigungsmethoden gar keine oder
nur eine sehr dünne Naht im Rücken notwendig, denn viele Netzstoffe
werden als Schlauchware angeboten. Man kann mit einem Netz
aber auch gezielt die Figur formen, indem man eine Naht im
Rücken oder an den Seiten an den entsprechenden Stellen (Taille)
enger macht. Die Nähte wirken dann wie Abnäher. |
Ägyptisches Netz in einem
dunkleren Hautton. Durch die Nähte an den Seiten wird
eine stärkere Figurformung erreicht.
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Ein Netz
selbst nähen
Wer nähtechnisch nicht gerade
zwei linke Hände hat, kann ein Netz leicht selbst nähen: Entweder
aus einer Netzstrumpfhose, oder aus einem Slip, Hautstoff und
Gummiband.
Netz aus einer Netzstrumpfhose:
| Man braucht dazu eine
Artisten-Netzstrumpfhose (erhältlich im Tanzsporthandel oder
Ballettzubehör, siehe Bezugsquellen),
die meistens komplett ohne Naht gearbeitet sind. Ich habe
mit den Danskin-Strumpfhosen sehr gute Erfahrungen gemacht.
Von "normalen" Netzstrumpfhosen (wie man sie z.B.
in der Faschingzeit oft bekommt) ist abzuraten, |
|
da sie oft Nähte haben,
nicht so elastisch und sehr viel dünner sind und damit wesentlich
schneller reißen.
Dann schneidet man die
Beine möglichst knapp ab (keine Angst, es gibt keine Laufmaschen)
und näht statt dessen einen Slip an (am besten mit Stretchstich,
so bleibt die Naht elastisch). Zum Schluss befestigt
man das Netz nach einer der oben genannten Möglichkeiten
am Oberteil.
Wer die Beine lieber
dranlassen möchte (bei engen oder hochgeschlitzten Röcken)
kann auch nur die Füße abschneiden. In diesem Fall näht
mein braunes Gummiband (evtl. mit Steg oder einer kleinen
Schlaufe für die Fußzehen) oder einen Fußschmuck (Paillettenband,
Straßborte) mit Haken als Abschluss an. Falls man ohnehin
nur mit Schläppchen tanzt, kann man natürlich auch die Fußteile
komplett dran lassen.
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Netzstrumpfhose, bei der die Füße
abgeschnitten und der Abschluß mit Paillettenband
eingefaßt wurde.
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Ein Mittelteil aus Haustoff
selbst nähen
Ein Mittelteil ist relativ
einfach und schnell zu nähen. Dazu brauchst Du:
-
Einen
Slip (hautfarben oder in der Farbe des Kostüms), der möglichst
tief auf der Hüfte sitzt
-
ca. 30 cm Netz- oder Hautstoff,
je nach Vorliebe mehr oder weniger transparent. Der Netzstoff
sollte bi-elastisch (also in beide Richtungen elastisch) sein.
Siehe Bezugsquellen.
-
breiteres Gummiband oder
Knopflochgummi in der Länge Deines Unterbrustumfangs, hautfarben
oder schwarz
-
haufarbenes oder schwarzes
Nähgarn, Stoffschere, Nähmaschine mit Zickzack und Stretchstich
Wenn
das Netzteil später schön tief sitzen soll, würde ich Dir empfehlen,
zuerst vom Slip den oberen Rand so abzuschneiden, dass an den
Seiten nur noch ca. 2 cm Stoff übrig bleiben (siehe Abbildung
links). Oberen Rand mit Zickzack-Stich versäumen.
Als nächstes das Netzteil
zuschneiden: Dabei kannst Du als Faustregel (je nachdem, wie elastisch
und dehnbar der Stoffist) von Deinen Maßen ausgehen und davon
jeweils ca. 5 cm abziehen., damit das Netz später schön straff
sitzt.
- Der obere Saum des Netzes sollte also
Deine Unterbrustweite minus ca. 5 Zentimeter sein.
- Der untere Saum des Netzes sollte Deine
Hüftweite minus ca. 5 Zentimeter sein.
- Die Länge des Netzteils richtet sich
nach Deiner Rumpflänge, dafür Abstand zwischen Hüft und Unterbrust
messen und ebenfalls wieder ca. 5 cm abziehen.
Netzteil
passend zuschneiden. Die meisten Stoffe sind in eine Richtung
stärker elastisch als in die andere Richtung. In dem Fall den
Stoff am besten so legen, dass das Netz später in die Breite elastischer
ist als in die Länge. Anschließend nach Gusto in der Mitte (auf
Taillenhöhe) etwas enger schneiden, so dass das Netz die Figur
später schön formt und nicht im Rücken Falten wirft. Das
Ganze per Zickzackstich zu einem Schlauch zusammennähen, so dass
ddie schmale Naht sitzt später in der Rückenmitte sitzt (siehe
Abbildung links).
Jetzt mit der Nähmaschine
per Stretchstich an den unteren Saum den Slip und an den oberen
Saum das (Knopfloch-)Gummiband annähen - fertig ist das Bauchnetz!
Das Ergebnis siehst Du rechts. Viel Spaß beim Nachmachen!
Fertige
Netze
Die bequemere Lösung ist sicherlich,
ein Netz fertig zu kaufen (Kostenpunkt: ca. 25 bis 50 Euro). Es
gibt sie mittlerweile in allen Größen, Längen, Formen, Farben
und Materialien. So haben sich einige Firmen auf Netze spezialisiert
(siehe Bezugsquellen), und bieten
eine große Auswahl aller möglichen Mittelstücke, von der ägyptischen
Art über Spandex bis hin zu Tüll, in haut oder verschiedenen Farben,
straßverziert oder einfach und schlicht. Hier ist mit Sicherheit
für jeden Geschmack etwas dabei.
Bei den Netzen mit Trägern
raten die meisten Frauen übrigens dazu, dass Netz lieber ein wenig
kleiner zu bestellen, da es dann besser (strammer) sitzt und die
Beinausschnitte auch nicht zu hoch sind. Allerdings sollte man
es auch nicht zu klein wählen, da man sonst kaum noch das Netz
über die Hüften bekommt.
Kleine Wunschliste an die
Händler ;-)) Im Laufe der Diskussionen über die verschiedenen
Formen und Arten der fertig zu kaufenden Netze haben sich heraus
kristallisiert, dass viele Frauen, die ein Netz mit Trägern verwenden,
sich wünschen, dass man die Träger optional einhängen könnte (wie
bei manchen BHs) und somit zum Neckholder umfunktionieren oder
bei Bedarf hinten über Kreuz führen. Vielleicht "erfindet"
also mal jemand eine Netz mit variabel zu befestigenden Trägern,
das auch noch über einen Rand aus Lochgummi oder mit Häkchen,
so dass man nicht noch etwa nähen muss... Oder vielleicht ein
Netz mit angenähtem String-Tanga, der sich nicht mehr unter engen
Röcken abzeichnet? Dann bitte melden! ;-))
Verzierungen
 Zu
guter letzt kann man das Mittelstück nach Belieben verzieren:
So kann man einzelne Pailletten oder Straßsteine aufnähen (kratzt
jedoch durch die Kanten manchmal beim Ausziehen). Eine andere
Möglichkeit ist es, Straßsteine aufzukleben. Damit die Steine
auch halten, am besten beschichtete Straßsteine und einen Heißklebekolben
verwenden.
Nähte können auch mit einer Straßborte verziert werden (siehe
rechts), was sehr hübsch wirkt.
Das Mittelstück ist also nicht nur beim Tanzen äußert praktisch,
sondern kann auch als schmückendes Beiwerk das i-Tüpfelchen des
Outfits sein.
Djamila
Preise:
Fertige Netzteile gibt es ab 25 bis ca.
55 Euro, Netzstoffe ab 12 bis 30 Euro je Meter. Für eine Artisten-Netzstrumpfhose
muss man ca. 20 bis 30 Euro rechnen.
Bezugsquellen:
Absolut Schleierhaft www.bauchtanz-bedarf.com
Grosse Auswahl aus Mittelteilen aus grobmaschigem Netzstoff (ägyptische
Art), Hautstoff und Spandex in verschiedenen Farben, auch mit
Strasssteinen. Außerdem Tanzstrumpfhosen sowie Spandex- und Netzstoffe
im Angebot!
Tabou www.tabou.de
Grosse Auswahl an Haut- und Stretchstoffen (unter Stoffe / Stretchstoffe)
zu sehr günstigen Preisen! Auch Netzstrumpfhosen von Danskin im
Angebot. Außerdem alles, was Kostüme schöner macht ;-))
Sakkara www.sakkara.de
Hier gibt es die erwähnten Netzbodies mit Spagetti-Trägern
(ohne Beine und Arme).
Oriental Fantasy www.oriental-fantasy.com
Netz-Bodystockings aus den USA in sehr guter Qualität! In
verschiedenen Formen, Farben und Grössen. Auf der Homepage
gibt´s darüber leider keine Infos, am besten Programm anfordern,
da sind auch die Netzteile drin.
Canans Tanzmoden www.canans-tanzmoden.de
führt die oben erwähnten Netzteile mit Spaghetti-Trägern, wahlweise
als Netzbody, Bodythight (mit Beinen) oder Cover-up Body Stocking
(mit Armen und Beinen).
Sugarpetals www.sugarpetals.com
Ein Online-Shop (USA) mit Bauchnetze in vielen verschiedenen Farben
- einfach unter Custom Body Stockings schauen. Super Qualität,
super Halt und sehr günstig! (Danke an Wardah
für diesen Tipp.)
Link-Tipp:
Wer seine Kostüme selber
näht, sollte unbedingt mal bei Nadyas
Nähtipps vorbeischauen. Jede Menge Tipps und Anleitungen erwarten
Euch. Mein Urteil: sehr empfehlenswert!!!
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