Das Geheimnis guter Ideen!

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Oft werde ich gefragt, wie ich auf Event- und Marketingideen komme. Und bevor ich reagieren kann, wird mir die Antwort vorweg genommen mit: „Klar, du hast das ja studiert.“

Mein Studiengang war ein Mix aus Marketing, Design und vielen Wahlfächern wie Event Management. Wie man gute Ideen bekommt, stand nicht auf dem Plan. Zumindest nicht, dass ich mich erinnern könnte. Trotzdem habe ich viele Ideen. Immer und ständig und mehr als ich jemals umsetzen könnte. Wo sie genau herkommen, weiß ich nicht. Also ist die Frage, ob man Ideen zu produzieren, lernen kann. Gerade als Tänzerin bzw. Künstlerin braucht man Kreativität z. B. um Choreografien zu erstellen.  Aber sind gute Ideen wichtig, um glücklich zu werden? Ja! Wenn uns die Ideen ausgehen, geraten wir in eine emotionale Starre, in der sich das Leben nicht besonders gut anfühlt (laut Dr. Gerald Hüther)! 

Dr. Gerald Hüther ist Professor für Neurobiologie an der Uni Göttingen und Autor zahlreicher Publikationen auf dem Gebiet der Hirnforschung. Publikationen, die ich gelesen habe und zusammenfasse, damit wir dem Geheimnis guter Ideen auf den Grund gehen.

Meine Zusammenfassung:

  • Die besten Einfälle haben wir, wenn nichts von uns erwartet wird und wir frei von Druck und Angst sind. Angst, dass uns nichts einfällt, ist der allergrößte Ideenkiller. Sie zwingt uns zum Rückgriff auf bewährte Lösungen.
  • Biografien von Entdeckern zeigen, dass geniale Einfälle in einem Zustand des halb wachen Dahindämmerns (z. B. morgens ) öfter kommen.
  • Je mehr wir wissen, desto eher kommen wir auf innovative Einfälle. Hilfreich sind aber auch Offenheit, Entdeckerfreude, Vertrauen und Muße.
  • Wir brauchen einen Grund eine Lösung (oder Idee) zu finden. Das hilft uns, uns von bewährten Routinen und eingefahrenen Denkmustern zu lösen.
  • Die Voraussetzung für eine gute Idee ist eine so genannte kontrollierbare Stressreaktion. Neurologen nennen das eine “emotionale Aktivierung”. Man landet also irgendwo in einer Sackgasse, wird gestresst und diese Aufgewühltheit bringt einen in Gedanken.
  • Je öfter wir im Leben schon gute Ideen hatten, desto größer ist die Chance, wieder gute Ideen zu bekommen. Simples kopieren von anderen hilft also nicht und macht den Verstand eher träge.
  • Kinder sind die idealen Ideenproduzenten, weil sie über Entdecker- und Gestaltungslust und einen unverstellten Blick verfügen. Sie wissen oft nicht, was nicht geht, und probieren einfach. Wenn man diese Denkweise als Erwachsener übernimmt, ist es leichter kreativ zu werden.
  • Man braucht die richtige Einstellung. Wer sich auf Neues einlassen kann, ist logischerweise auch kreativer. Leute mit Meinungen wie „Früher war alles besser“ und „das haben wir schon immer so gemacht“ bringen keinen weiter. Es ist wichtig, diese „Besserwisser“ zu ignorieren und sein Ding durchzuziehen.

Mein Fazit:

Jeder kann gute Ideen haben und Bildung sowie Wissen helfen dabei sie zu bekommen. Kontrollierter Stress gibt uns den Auslöser zum Nachdenken. Sobald dieser Stress aber in Angst oder Leistungsdruck übergeht, wird die Kreativität blockiert. Der guter Mix ist entscheidend.  Immer neue Herausforderungen suchen, viele neue Erfahrungen machen und verlässliche Freunde sind wichtig um ein einfallsreiches, glückliches Leben zu führen. Menschen, die wir mögen, helfen uns, kreativ zu denken. Für einen guten Einfall muss man nur spielerisch mit gelerntem Wissen umgehen und dann kommen die Idee von alleine! :-)

Falls dich jetzt mehr interessiert, wie ein Künstler denkt, dann schau dir die neue Serie “Abstrakt” an.

Auf gute Tanzideen!

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