Wie Bauchtänzerinnen vom Minitrampolin profitieren können

Trampolinspringen und Bauchtanz aus sportmedizinischer Sicht

minitrampolin-bauchtanz400 Muskeln im Körper sind beim Springen aktiv, nach Aussage der Sportwissenschaftlerin Jennifer Nothing. Weiterhin käme ein 10-minütiges Trampolintraining einem 30-minütigen Jogging-Lauf gleich. Der Grund ist eine stärkere Beanspruchung des Herz-Kreislauf Systems. Von diesem Gesichtspunkt aus lohnt sich ein Training mit dem Minitrampolin also für viele andere Sportarten: Trampolinspringen steigert die Ausdauer und die Kraft – davon können Bauchtänzerinnen besonders profitieren.

In diesem Sinne haben Bauchtanz und Trampolinspringen übrigens eines gemeinsam: Bei beidem sieht es für einen Unbeteiligten leicht aus. Doch beides kann ein extrem beanspruchendes Kardio-Training sein. Es ist keine Frage, wie wichtig die körperliche Fitness für Bauchtänzerinnen ist. Mit Hilfe eines Trampolintrainings wird sie gesteigert.

 

Kräftigung der Muskeln

Mit Hilfe von Jörg Hohenstein, Juniorennationaltrainer des Deutschen Turner-Bundes (DTB), können wir trainierte Muskelpartien hier konkret benennen. So stärkt das Springen mit dem Trampolin unter anderem die:

  • Beinmuskulatur
  • Armmuskulatur
  • Bauchmuskeln

Wir sehen jetzt schon, wo das hinführt: Es sind diese drei Muskelpartien, die der Bauchtanz ebenfalls beansprucht. Ein Training mit dem Minitrampolin ist also direkt förderlich für den Bauchtanz. Doch mit den Muskeln alleine ist es nicht getan:

Stärkung der Gelenke und des Gewebes

Laut Expertin Nothing ist das Training mit dem Trampolin grundsätzlich sehr gelenkschonend. Dies betrifft insbesondere das Minitrampolintraining, da dort keine Flugfiguren oder ähnliches vorkommen.

Wissenschaftliche Betrachtung

Wissenschaftlich erklären lässt sich die Schonung durch die abwechselnde Belastung der Gelenke, beispielsweise vom Kniegelenks oder Sprunggelenk. Insbesondere beim leichten Wippen oder Springen mit dem Minitrampolin ist die Belastung dieser Gelenke sehr gering. So ist die auf das Kniegelenk wirkende Kraft beim (zielstrebigen) Laufen beispielsweise mit der beim aufkommenden Sprung auf dem Trampolin vergleichbar. Dahinter steckt die Zeit über die die Kraft wirkt: Beim Schritt wirkt sie stoßweise. Deshalb ist die Belastung für einen kurzen Moment besonders groß. Ganz anders beim Trampolin: Hier wird der Körper über einen langen Zeitraum abgefedert. Die Belastung steigt und sinkt langsamer. Zusätzlich ist die Belastung für das Gelenk im Gegensatz zum Laufen im Sprung selbst wiederum gleich Null.

Neben den Gelenken wird auch das Gewebe gestärkt. Das betrifft natürlich vor allem den Beckenboden. Deshalb ist ein Beckenboden-Training besonders für Schwangere wichtig und natürlich für alle anderen gesund. Es gibt in dieser Richtung auch spezielle Beckenboden-Trainingshilfen. Gesunde Gelenke und ein gesunder Beckenboden sind für den Bauchtanz essentiell – Trampolinspringen mit dem Minitrampolin ist eine schonende und ergänzende Trainingsmethode für diesen Zweck.

Die Psyche wird gestärkt, Aggressionen reduziert

Doch es sind nicht alleine die körperlichen Funktionen, die sich mittels Minitrampolin verbessern lassen: Die psychische Verfassung ist ein weiteres Attribut, welches mit diesem Sport deutlich verbessert wird. Diese ist bei Bauchtänzerinnen fast schon essentiell, denn ohne gute Laune und ein gesundes Selbstbewusstsein ist jeder Bauchtanz wie halbgare Kost.

Aggressionen lassen sich laut Nothing ebenfalls gut mit Trampolinspringen reduzieren. Ähnlich dem Boxen mit einem Boxsack wirken die schnellen Fußbewegungen auf dem Netz beim Trampolinspringen stressmindernd. Dies bezieht sich natürlich hauptsächlich auf das Springen in kleinen Höhen und hoher Frequenz.

Das Aufwärmen ist wichtig

Ohne eine angepasste Aufwärmphase vor dem Training steigt das Risiko eventueller Verletzungen. Dabei bedeutet „angepasst“ ein individuell wirksames Aufwärmen. Nur so ist sichergestellt, dass ein Gefühl für die Bewegung etabliert wird. Zudem ist ein kleinstmögliches Verletzungsrisiko garantiert – ganz ausgeschlossen ist es natürlich nicht. Deshalb rät die Expertin dazu, Wagemut zu verhindern. Welche Übungen sich anbieten, erfahren Sie hier.

Glückshormone

Warum Trampolinspringen immer mehr zum Trend wird? Weil es einfach Spaß macht. Das Springen macht ebenso Spaß wie die körperliche Betätigung und die Tatsache, dass die Sportart etwas exklusiv ist. Beim Bauchtanz kommt der innere Antrieb eher weniger durch den Zwang körperlichen Trainings. Vielmehr tanzen Bauchtänzerinnen, weil es ihnen Glück bereitet. Zurecht: Trampolinspringen schüttet wie Bauchtanzen im Körper Glückshormone aus.

Worum sich eigentlich alles dreht

Kurz: Alles dreht sich um die Gesundheit. Eines ist nach den vorangegangenen Informationen offensichtlich: Sowohl die geistige als auch die körperliche Gesundheit lassen sich durch ein Training mit dem Minitrampolin nachhaltig und im individuellen Tempo verbessern. Zudem haben sowohl das Springen mit dem Trampolin als auch der Bauchtanz viele Gemeinsamkeiten: Beide machen Spaß, fördern Ausdauer wie Kraft, trainieren aber schonen die Gelenke, sorgen für mehr Fitness und vieles mehr.

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