Was verändert sich, wenn nichts passiert?

Nichts! Eben… ;-)

Hallo ihr Lieben,

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lasst mich euch erklären weshalb wir uns für eine Online-Talentschau entschlossen haben.

Wir haben die wenigen Zuschauer in den Shows gesehen und konnten dem Gejammer über mangelnde Besucher auf Messen nicht entrinnen.

Wir (Yuliyah und ich) in unserer idealistisch, optimistischen Art haben gedacht, dass es nicht so weiter gehen kann. Jemand muss etwas tun! Warum nicht wir? Warum nicht unsere Reichweite nutzen? Vorallem wie können wir helfen?

 

 

Es gibt grob 3 Parteien, deren Wünsche für eine Show zu berücksichtigen sind:

Der Veranstalter

Jeder der bereits organisiert hat, weiß, dass es harte Arbeit und nichts für Chaoten ist.

Man braucht Geld, da vieles vorfinanziert werden muss. Man braucht Unterstützung, da es nicht möglich ist, an 10 Orten gleichzeitig zu sein und man braucht Werbung sowie Zeit, damit auch alle wissen, dass es eine tolle Show gibt.

Also braucht der Veranstalter:

Geld, Unterstützung, Werbung und Zeit

Und was er dringendst braucht, sind Zuschauer.

Um damit das Geld und die Wertschätzung für die eigene Arbeit zu bekommen.

Was er nicht braucht, sind etliche Konkurrenz-Veranstaltungen (am selben Wochenende und/oder 2 Straßen weiter)

Die Tänzerin

Sie möchte tanzen und braucht einen Veranstalter, der sie bucht. Am besten gegen ein Honorar. Am besten vor vollen Reihen, damit sie gleich Werbung dazu bekommt.

Was macht sie, wenn sie keine Möglichkeit zum Tanzen bekommt? Richtig! Ihre eigene Veranstaltung! (Konkurrenz zu anderen Veranstaltern? Naja, man muss sehen wo man bleibt und schließlich muss man von etwas leben)

So oder so, eine Tänzerin braucht Zuschauer, sonst kann sie zu Hause vor dem Wellensittich tanzen.

Also beide Parteien wollen Zuschauer und was will dieser?

Der (heißbegehrte) Zuschauer

Der Zuschauer will eine gute Show sehen. Wer seinen Zuschauer für dumm hält und meint, dass er gut von schlecht nicht unterscheiden kann, sollte besser keine Shows veranstalten.

Der Zuschauer mag keine Deals, die nach gewisser Zeit einfach auffallen (du tanzt bei mir – ich bei dir) und keine lustlosen Tänzerinnen, die 50 Workshops buchen mussten, damit sie tanzen dürfen.

Er will nicht immer die selben Gesichter und immer gleiche Performances sehen, vor allem keine 4 Stunden lang.

Er will keinen Druck von außen. (Der Ehemann muss mitgehen, weil die Tochter der Freundin der Schwester dort tanzt und sie sonst beleidigt ist, weil ihr niemand zusieht)

Was der Zuschauer vor allem braucht, ist Tanzparenz und Information. Er bezahlt viel Geld (in seinen Augen) und wenn er keine Qualität bekommt, dann kommt er nicht wieder. Er braucht Aufklärung, welche Festivals Künstlern faire Konditionen bieten und damit ihr Geld wert sind. Durch Aufklärung kommt die Bereitschaft für gute Shows auch gutes Geld zu bezahlen.

Zusammengefasst:

Veranstalter und Tänzerin brauchen: Geld, Werbung und Zuschauer. Durch Werbung kommt der Zuschauer und damit das Geld. Soweit, so klar?

Es ist immer ein Kreis:

  • Der Veranstalter hat nichts bei der Show verdient und bezahlt die Tänzerin nicht (oder lädt sie gar nicht erst ein).
  • Die Tänzerin ist frustriert und hat kein Geld. Daher hört sie auf, Shows zu besuchen und bei ihren Schülern dafür Werbung zu machen.
  • Damit ist die nächste Show schlecht besucht und der Veranstalter hat nichts bei seiner Show verdient und bezahlt die Tänzerin nicht…

Ja, das ist vereinfacht dargestellt. Hätte es jemand gelesen, wenn ich es kompliziert gemacht hätte?

Daraus resultiert, dass oft die Gleichen tanzen. Nämlich diejenigen, die bereit sind ohne Gage aufzutreten, Druck auf Schüler auszuüben (um die Show zu füllen und für den Veranstalter zu werben), um sich für einen kurzen flüchtigen Moment als Star zu verkaufen. Für diesen Moment geben sie alles auf:

Gage, Prinzipien und menschliches Miteinander. (Wer sich angesprochen fühlt, ist wahrscheinlich auch gemeint)

Das ist eine Lösung. Aber nicht meine.

Und ich glaube auch nicht, dass es ausreicht auf Facebook zu posten: Bitte tretet nicht ohne Gage auf. Denn wenn es die eine nicht macht, macht es die andere. Es braucht eine echte Alternative zum kostenlosen Tanzen.

Also fangen wir an zu träumen:

11784_158115501021450_2146490573_nWie wäre es, wenn es eine Plattform für Tänzerinnen geben würde, auf der sie sich präsentieren können. Nicht so überlaufen wie Youtube. Nicht so unübersichtlich wie Facebook. Nicht so schlecht findbar wie die eigene Website. Vorallem kostenfrei.

Wie wäre es, wenn Veranstalter sich auf dieser Plattform eine Tänzerin für ihre Show rauspicken. Jemand der zur Veranstaltung passt. Ohne sich rechtfertigen zu müssen, warum sie diese Tänzerinnen nehmen. Denn die Antwort sollte immer sein: Weil sie gut ist.

Wie wäre es, wenn man damit eine Werbeaktion startet und das Bewußtsein des Zuschauers schärft, gleichzeitig auch die Veranstalter fürs rauspicken “bewirbt”? Du möchtest eine gute Show sehen? Dann sei bereit, Geld zu investieren und auch mal weiter zu fahren. Denn sonst unterstützt du Shows, die Tänzerinnen ausbeuten und siehst nicht die beste, sondern die, die dem Veranstalter am meisten Nutzen bringt.

Der Veranstalter bekommt Werbung. Die Tänzerinn kann tanzen. Der Zuschauer weiß, dass es eine gute Show wird und wo es die nächste gibt.

Und damit verändert sich die Welt?

Wohl kaum. Da viele Denkmuster überdacht werden müssen. Es muss auf langfristigen Erfolg gesetzt werden und das mit einer klaren Linie. Professionelles Handeln von ALLEN Beteiligten. Das ist das Geheimnis von vielen erfolgreichen Menschen: Eine klare Linie.

Aber damit ist nur ein kleiner Schritt zur Veränderung getan. Und hoffentlich bald der nächste und der nächste…

Was ihr momentan nicht seht, sind die vielen Emails und der persönliche Zuspruch, den wir bekommen. Leute die nicht rumdiskutieren sondern schreiben:

Danke! Respekt! Wann geht’s los?

Denen es nicht reicht, sich und anderen etwas vorzumachen und bei denen Tanz vor Ego kommt. Sie sind dankbar, dass jemand klare Worts ausspricht, dann aber auch Taten folgen lässt.

Die etlichen positiven Emails freuen uns sehr und für diese Leute gibt es diese Aktion.

Und damit sage ich auch:

Bitte! Danke! Jetzt!

Lest hier Teil 2 mit den Spielregeln für Veranstalter und Tänzerin.

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