Das Facebook-Fieber

Seitdem ich auf Facebook bin, bekomme ich haufenweise Einladungen zu Veranstaltungen, werde angestupst und fremde Männer schreiben mir oft “Hello”.  :-)
Eigentlich alles kein Drama – was aber zum Problem wird ist, dass ich sehr viel Zeit durch Facebook verliere.

2,7 h verbringen unter 35-jährige pro Tag auf Facebook.  Das sind 41 Tage im Jahr! Und da die meisten von uns auch eine Seite betreiben und auf Facebook Werbung machen wird es sehr viel mehr Zeit sein.

Es ist an der Zeit, etwas zu ändern, finde ich. Deswegen habe ich versucht, ein paar Richtlinien für mich festzulegen, um effizienter mit Facebook umzugehen. Beim Googeln habe ich einige Tipps gefunden, die ich euch nicht vorenthalten will.

Zum richtigen Umgang mit Facebook gibt es zwei wichtige Grundsätze:
Neutral & ehrlich bleiben

  • Man sollte sich klarmachen, dass Facebook ein börsenorientiertes, auf Profit ausgerichtetes Unternehmen ist – und weniger eine soziale Einrichtung.
  • Nie, nie, niemals vergessen, dass auch der Chef, der Ex-Freund, die Mutter und auch Leute mitlesen, die man evtl. nicht leiden kann.
  • Deswegen Leute blockieren die einem schaden könnten.
  • Privatsphäre-Einstellungen ändern und die Weitergabe des Profillinks zu verhindern.
  • Das Profilbild ist für alle (!) sichtbar. Vielleicht eins wählen, auf dem man anständig angezogen ist?!
  • Alle Freunde können die Bilder runterladen und abspeichern.  Also vorher überlegen was man hochlädt.
  • Private Informationen für sich behalten. Es geht nicht darum, ob es einem nichts ausmacht das andere es wissen sondern ob sie es überhaupt wissen möchten. Nicht jeder Beziehungskrach gehört öffentlich gemacht, nicht jede Krise breitgetreten. Das sollte man Freunden erzählen die man auch nachts um drei noch anrufen oder besuchen kann. Face-to-Face.
  • Markierungen: Ich empfinde es als Beleidigung wenn ich auf Bildern markiert werde, auf denen ich nicht drauf bin und jemand nur Werbung machen will. Das machen keine Freunde, das machen keine Menschen die andere respektvoll behandeln. Deswegen muss man bei diesem Punkt konsequent sein und denjenigen/diejenige als Freund entfernen. Deswegen frage ich immer, ob ich jemanden markieren darf. Und ich wünschte wirklich, das würden alle so machen.
  • Ich denke, eine Beziehung gehört nicht für alle auf Facebook zur Schau gestellt. Je perfekter man die Beziehung präsentiert, desto größer ist die Häme wenn sie zerbricht. Man muss niemandem beweisen, dass man glücklich ist. Wenn man mit Gruppen arbeitet, (siehe weiter unten) kann man sein Glück trotzdem mit den engsten Freunden teilen.
  • Das gleiche gilt fürs Leben an sich. Muss man wirklich allen zeigen, dass man ein tolles Leben hat? Und wenn ja, warum und für wen? Das heißt nicht das ihr nichts posten sollt, sondern das ihr immer im Hinterkopf behaltet für wen es sichtbar ist. Es ist alles eine Frage der Privatsphären-Einstellungen.
  • Nicht klauen und wenn dann gebt die Quelle an! Die Leute sind so schnell im Teilen und sehr schnell im Vergessen vom Erwähnen der Quelle. Damit macht man sich schnell unbeliebt. Wenn ich auf Bauchtanzinfo etwas poste, dann sehe ich ja immer wer es teilt. Viele geben es dann als ihre Info an.
  • Ehrlich bleiben ist das wichtigste. Man sollte nur liken, was einem wirklich gefällt, nicht was einem Nutzen bringen. Wenn mir jemand ein paar nette Worte in die Chronik postet, freue ich mich sehr. Bis ich merke, dass die gleichen Worte auch auf 20 anderen Chroniken gelandet sind.
    (Ein Essay über die Kunst authentisch zu sein und zu bleiben)

Auch zum Thema Zeit sparen gibt es zwei Wege:
Informationen filtern & hartnäckig bleiben

  • Wenn ihr ein Business-Profil und privates Profil in einem habt, empfiehlt es sich, Gruppen einzuführen, um die beiden Themen zu trennen. (Hier Infos dazu)
  • Infos nur von Freunden zulassen. Wenn man den Haken “In den Neuigkeiten anzeigen” auf einzelnen Profilen entfernt, bleibt mehr Zeit für die wichtigen Infos.
  • Für die Aktivitätenbox (rechts oben) gilt das gleich. Auch hier gilt, nur ausgewählten Personen die Möglichkeit geben, dort zu erscheinen.
  • Wenn schon Zeit auf Facebook verbringen, dann auch gleich wichtige Infos bekommen. z.B. Nachrichten-Seiten liken (oder die BauchTanzinfo Fanpage ;-))
  • Eventeinladungen blocken.
  •  Verfügbarkeit des Chats einschränken. Chatten ist toll, nur gibt es sehr viele Leute, die einfach mehr Zeit haben als ich. Im Chat auf den Stern klicken, “verbergen” oder “anzeigen” wählen und entsprechende Listen auswählen.
  • Zu guter Letzt solltet ihr mit eurer Zeit bewusst umgehen. Setzt euch ein Limit an Facebook-Zeit am Tag und bleibt hartnäckig! Fragt euch, ob eure Zeit nicht zu schade ist, jeden unwichtigen Post zu kommentieren und fremden Leuten alles Gute zum Geburtstag zu wünschen.

Ich hoffe, diese Tipps können euch helfen, Meldungen, Mails, Chats und Benachrichtigungen zu reduzieren und gleichzeitig die Qualität der Beiträge zu verbessern. Dieser Text spiegelt meine eigene Meinung wieder und dient als Anregung, nicht als Anleitung.

Habt ihr eure eigenen Tipps zum Umgang mit Facebook? Unten könnt ihr kommentieren.

 

Interessante Links zum Umgang mit Facebook:

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